Pandemie

Wochenmärkte in der Region finden statt

Der Wochenmarkt auf dem Theodor-Heuss-Platz am Rathaus findet auch während des Lockdowns und bei schlechtem Wetter statt. Auf Abstand, Maske und weitere Hygiene-Regeln achten sowohl Kunden als auch Beschicker. Foto: Roland Keusch
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Der Wochenmarkt auf dem Theodor-Heuss-Platz am Rathaus findet auch während des Lockdowns und bei schlechtem Wetter statt. Auf Abstand, Maske und weitere Hygiene-Regeln achten sowohl Kunden als auch Beschicker.

Textilien dürfen nicht verkauft werden – Der Umsatz der Beschicker leidet unter dem Wetter.

Von Katharina Birkenbeul

Remscheid. Seit einigen Wochen haben Gastronomen, Einzelhändler, Friseure und andere aufgrund des Coronavirus geschlossen. Nicht aber die Wochenmärkte, die regelmäßig auf großen Plätzen mit reichlich Abstand und frischer Luft stattfinden. Der RGA hat einen Überblick über die Wochenmärkte in der Region zusammengestellt.

Remscheid: In Remscheid gibt es sogar insgesamt sechs Wochenmärkte: Am unteren Ende der Alleestraße (dienstags von 7 bis 13 Uhr und freitags von 7 bis 16 Uhr), am Hasten auf dem Richard-Lindenberg-Platz (freitags von 7 bis 13 Uhr), am Zentralpunkt auf dem Johann-Vaillant-Platz (donnerstags von 7 bis 13 Uhr) oder in Lüttringhausen vor dem historischen Rathaus (dienstags 7 bis 13 Uhr). Die beiden größten Wochenmärkte befinden sich in Lennep und auf dem Rathausplatz. Auf dem Marktplatz „Alter Markt“ in der historischen Lenneper Altstadt findet der Wochenmarkt immer samstags von 7 bis 13 Uhr statt. Dann konkurriert er mit dem Markt auf dem Theodor-Heuss-Platz, der zusätzlich mittwochs zur selben Zeit geöffnet hat.

Neben den gewohnten Ständen, an denen Lebensmittel aller Art wie Obst oder Fisch verkauft werden, haben sich auf dem Rathausplatz und in Lennep auch insgesamt drei Gastronomen dazugesellt. Diese bieten warme Speisen zum Mitnehmen an. „Wir haben das auch anderen Gastronomen angeboten, aber die wollten das nicht nutzen“, erklärt Sarah Eichhorst, bei der Stadt für den Wochenmarkt zuständig. Und noch eine Änderung gebe es: Beschicker mit Textilien müssten dem Markt in der Lockdown-Zeit fern bleiben.

Eine Renaissance erlebe der Remscheider Wochenmarkt derzeit aber nicht. „Zu Beginn des ersten Lockdowns hat der Markt geboomt, jetzt ist es aber aufgrund des Wetters schwierig“, sagt Eichhorst.

Eine Aufzählung der Zeiten und Beschicker gibt es online:

https://t1p.de/846p.

Hückeswagen: Zu den gewohnten Zeiten findet auch der Hückeswagener Wochenmarkt statt: donnerstags von 7 bis 13 Uhr in der Bahnhofstraße. „Auf dem Wochenmarkt stehen ausschließlich Lebensmittelhändler“, betont Martin Rosmiarek die einzige Änderung in der Lockdown-Zeit. Der Mitarbeiter der Deutschen Marktgilde, die den Hückeswagener Wochenmarkt organisiert, weist daraufhin, dass dies eine Vorgabe des Landes sei. In Hückeswagen stehen deshalb derzeit nur zehn von normalerweise 19 Händler auf dem Markt. Auch bei ihnen mache sich das schlechte Wetter derzeit bemerkbar. So hätten die Lebensmittelhändler nur im ersten Lockdown von der Situation profitiert.

Radevormwald: Auf dem Marktplatz in Radevormwald sind die Beschicker mittwochs und freitags von 8 bis 13 Uhr zu finden. „Aber nur die acht Stände, die Lebensmittel verkaufen“, so Christoph Grimlowski vom Rader Ordnungsamt. Blumenhändler dürften laut Verordnung zwar, saisonal würden sie aber wegfallen. Normal würden 3 bis 4 Stände mehr auf dem Platz stehen. „Insgesamt war es ein gutes Jahr für die Marktbeschicker“, weiß Grimlowski. Das liege daran, dass der Markt als Alternative zum Einkaufen in Läden dient, da er an der frischen Luft ist.

Wermelskirchen: Auch in Wermelskirchen findet der Wochenmarkt wie üblich freitags von 8 bis 14 Uhr auf der Telegrafenstraße statt – „mit allen, die auch vorher ein fester Bestandteil waren“, heißt es vom Ordnungsamt. Deshalb finden Kunden dort auch einen Textilhändler. „Das ist laut Verordnung erlaubt. Es darf nur niemand Neues dazukommen.“ An die geltenden Corona-Regeln hielten sich alle.

In unserem Live-Blog finden Sie alle Informationen rund um das Coronavirus in Remscheid. Der Blog wird laufend aktualisiert.

Verordnung

„Zulässig bleibt der Betrieb von Wochenmärkten für Verkaufsstände mit dem Schwerpunkt Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs. Das Sortiment solcher Waren, die nicht Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs sind, dürfen nicht gegenüber dem bisherigen Umfang ausgeweitet werden“, heißt es in der Coronaschutzverordnung des Landes NRW. Die Verordnung sei laut der Deutschen Marktgilde jedoch unterschiedlich ausgelegt worden. Das spiegelt sich auch an den Wochenmärkten in der Region.

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