Planungssicherheit fehlt

Wochen der älteren Generation: Fahrten ins Blaue entfallen

Noch kann niemand sagen, welche Veranstaltung in welcher Größenordnung möglich sein wird.
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Noch kann niemand sagen, welche Veranstaltung in welcher Größenordnung möglich sein wird.

Die Wochen der älteren Generation sollen Senioren vom 29. September bis 6. Oktober ein breites Spektrum an Freizeitaktivitäten bieten – vom kulinarischen Abend mit internationalen Spezialitäten über Kinonachmittage bis hin zum Orgelkonzert.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Einen Überblick liefert demnächst eine Broschüre, die in den öffentlichen Stellen erhältlich ist, unter anderem bei der Stadtverwaltung. „Ihr Druck steht kurz bevor. Wir müssen nur noch die letzten Feinheiten klären“, erklärt Remscheids Seniorenbeauftragter Ralf Krüger.

Erschwert werde die Organisation, weil aus heutiger Sicht noch niemand wissen könne, welche Veranstaltung in welcher Größenordnung überhaupt möglich ist. Dies sei davon abhängig, wie sich das Infektionsschutzgeschehen bis zum Startschuss der Aktionswochen entwickele und welche Corona-Schutzverordnung dann gelte. „Das Orgelfrühstück ist zum Beispiel traditionell sehr beliebt. Ich weiß aber nicht, ob wir es für 70, 60 oder nur 40 Menschen ausrichten können“, bedauert Krüger, der gemeinsam mit dem Seniorenbeirat bei dem Anmeldeverfahren einen neuen Weg geht.

Anmeldungen werden an einer Hotline entgegengenommen

Ab Ende August/Anfang September können Interessierte Angebote für jeweils bis zu zwei Personen buchen – entweder im Internet oder per Telefon an einer Hotline. Persönlich im Seniorenbüro vorbeizuschauen, bringt nichts. Und: Sollte die Nachfrage das Platzangebot übersteigen, müssen die Senioren auf Glück hoffen. „Denn dann werden die Karten verlost“, kündigt Krüger an. Die Tickets wollen die Organisatoren im Anschluss auf dem Postweg zu den Interessenten schicken. Sie müssen bei der jeweiligen Veranstaltung vorgezeigt werden. Etwas wird aber in diesem Jahr nicht stattfinden können: die Fahrten ins Blaue, die von Remscheider Wohlfahrtsverbänden ausgerichtet werden. Die Bustouren zu einem unbekannten Reiseziel stießen immer wieder auf große Resonanz, kämen wegen der Corona-Pandemie derzeit aber nicht infrage.

Dafür kündigt Krüger Überraschungsangebote an, die kurzfristig ins Programm aufgenommen werden könnten. „Das kann zum Beispiel mal eine Besichtigung sein“, erklärt er. Davon erfahren Interessenten dann unter anderem durch die Medien. Der kulinarische Abend, der zu Irritationen über die Zuständigkeiten und Entscheidungsbefugnisse zwischen Seniorenbeirat und Integrationsrat geführt hatte, soll übrigens stattfinden, aber nicht so wie geplant. Ein Caterer werde die internationalen Speisen liefern. Das gemeinsame Kochen entfällt, weil Vorgaben der Lebensmittelverordnung bei dieser öffentlichen Veranstaltung dagegen sprächen. „Aber es wird bestimmt ein netter und gemütlicher Abend,“ sagt Krüger.

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