Mein Leben als Papa

Wo die Wupper wild woget, sind Hund und Kinder eins

„Hannes und Eddy“ – klingt wie eine Sketch-Serie aus den 80er Jahren. An der Wupper sind die beiden ein echtes Dreamteam.
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„Hannes und Eddy“ – klingt wie eine Sketch-Serie aus den 80er Jahren. An der Wupper sind die beiden ein echtes Dreamteam.

RGA-Redakteur Gunnar Freudenberg erzählt vom Alltag mit seinen Söhnen Hannes (6) und Michel (3).

„Freundlich, verspielt, anhänglich, manchmal dickköpfig, lebhaft, am liebsten in der Natur.“ Es ist schon erstaunlich, wie sehr die Charaktereigenschaften, die einem Parson Russell Terrier zugeschrieben werden, auch auf Hannes und Michel zutreffen. Kein Wunder also, dass die beiden gerne Zeit mit Eddy, dem Hund der Tante, verbringen.

Das war allerdings nicht immer und uneingeschränkt so. Hannes zum Beispiel wollte mit drei Jahren gar nichts mehr von Hunden wissen, nachdem ein ziemlich großes Exemplar, das auf dem Weg zum Spielplatz plötzlich aus der Hecke gesprungen kam, ihm den Schrecken seines noch jungen Lebens eingejagt hatte.

Es brauchte seine Zeit, bis Hannes auch zu Eddy wieder Vertrauen fassen konnte und er ihm die Leckerchen nicht mehr nur hinschmiss, sondern sogar aus seiner Hand reichte. Heute lacht er sich kaputt, wenn er von Eddy bei der Begrüßung umgestoßen und abgeschleckt wird.

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So weit ist Michel noch nicht. Seine Angst vor Hunden war plötzlich und ohne ersichtlichen Grund da. „Kommt Eddy auch?“, fragte er bis vor kurzem vor jeder Familienfeier nach, um dann mit angezogenen Beinen und bangem Blick unter den Tisch auf dem Stuhl zu sitzen. Im Gegensatz zu meiner Mutter, die heute noch so sitzt, weil sie – so ihre Erinnerung – mit drei Jahren von einem regelrechten Killer-Dackel gebissen wurde, hat Michel inzwischen aber verstanden, dass Eddy doch nur spielen will.

Der Durchbruch ihrer Freundschaft kam beim Fußballspielen. Eddy kann Bälle nämlich hervorragend zurückpassen und ist ein mindestens so guter Dribbler wie Michel.

Am liebsten treffen sich Hannes, Michel und Eddy an der Wupper. Ein Heimspiel für den Terrier, der unweit des Flusses wohnt. „Freundlich, verspielt, anhänglich, manchmal dickköpfig, lebhaft, am liebsten in der Natur“ – hier leben sie es aus. Spaziergänger, die zufällig vorbeikommen, können keine Unterschiede zwischen Hund und Kindern feststellen. „Nicht so weit rein, Eddy/Hannes/Michel!“ „Mach mal eine Pause, du frierst ja schon, Hannes/Michel/Eddy!“„Sitz, Michel, Eddy, Hannes!“ Okay, das letzte Kommando gilt nur Eddy, wäre bei den Jungs aber manchmal auch hilfreich. Nach ungefähr 127 Stöcken und 136 Bällen, die Hannes und Michel in die Wupper geworfen haben und Eddy wieder an Land gebracht hat, ist der Spieltrieb des Trios einigermaßen gestillt.

Abends schickt uns die Tante noch Fotos zu, die einen schlafenden Eddy auf der Couch zeigen. Manchmal kriegen Hannes und Michel das noch mit. Oft schlafen aber auch sie nach einem Tag mit Eddy ein bisschen früher ein als sonst.

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