Völlig verdreckt

Willkommensschild in Hasten schreckt ab

„Willkommen in Remscheid“-Schild: Das Schild an der Hastener Straße, Ecke Dreiangelstraße, ist völlig verdreckt und kaum sichtbar, da zugewachsen.
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„Willkommen in Remscheid“-Schild: Das Schild an der Hastener Straße, Ecke Dreiangelstraße, ist völlig verdreckt und kaum sichtbar, da zugewachsen.
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Die Werbetafel am Ortseingang ist völlig verdreckt. Die Sponsoren sind für die Reinigung und Wartung zuständig.

Von Andreas Weber

Remscheid. Seit zehn Jahren begrüßen sieben weiß-blaue Tafeln Autofahrer in Remscheid. „Willkommen in Remscheid“ steht auf den Schildern. Es ist eine nette Botschaft im Vorbeifahren durch die Windschutzscheibe. An der Hastener Straße allerdings ist davon nicht mehr viel zu lesen. Mit Grünspan überzogen, dreckig und von Zweigen verdeckt präsentiert sich die Werbebotschaft am Ortsübergang von Cronenberg. Karl-Richard Ponsar moniert, dass eine Reinigung dringend angezeigt ist. Wenn er daran vorbeifährt, ärgert er sich regelmäßig.

„Wer das als Auswärtiger erlebt, denkt, man ist hier nicht willkommen.“ Schon vor Wochen hat er den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) einen Hinweis geschickt, dass an der Stelle dringend Hand angelegt werden müsste. Die TBR hingegen sind zunächst nicht der richtige Ansprechpartner. Sie sind für die Verkehrsschilder zuständig, die weiß-blauen Werbetafeln allerdings wurden im Juli 2012 über das Stadtmarketing organisiert. Sie entspringen dem Konzept einer Dormagener Firma, die bezahlte Tafeln mit Sponsorenhilfe anbietet.

„Wer das als Auswärtiger erlebt, denkt, man ist hier nicht willkommen.“

Karl-Richard Ponsar

Beworben werden sie in Remscheid auf der Vor- und Rückseite von den Firmen Scheider (vier Standorte), Klaus Friedrich GmbH & Co. KG (zwei Standorte), Hermann Fröhlich, Fabricius-Klinik und QSZ-Qualitätssägezentrum. Aufgestellt wurden die Tafeln Mitte Juli 20212 neben der Hastener Straße an den Ortseingängen in Bergisch Born, Burger Straße, Barmer Straße, Klausener Straße, Mebusmühle, Ronsdorfer Straße.

Die 3,2 Meter hohen, 1,6 Meter breiten Tafeln sind dreigeteilt, neben der Willkommens-Botschaft, eingebettet in die Stadtsilhouette mit den markanten Kirchtürmen in Remscheid, Lennep und Lüttringhausen, finden sich die Sponsorenhinweise, darunter besteht – zumindest theoretisch – die Möglichkeit, Hinweise für aktuelle Veranstaltungen aufzuhängen. In dem Vertrag mit der Dormagener Firma wurde damals festgelegt, dass für Reparaturen, Reinigung und Wartung das jeweilige Unternehmen aufkommen muss. Im Falle der Hastener Straße ist dies die Fabricius-Klinik.

Gerald Hein, TBR-Geschäftsbereichsleiter Straßen- und Brückenbau, setzt auf Hinweise aus der Bevölkerung. „Wir betreuen 11 000 Lichtpunkte in Remscheid und ein Vielfaches an Verkehrsschildern. Kontrollieren können unsere Leute dies nicht alles, wir sind auf Unterstützung von Bürgern angewiesen, wenn Schilder nicht mehr in Ordnung sind.“

Die TBR würden dem nachgehen, die Schilder säubern oder ersetzen. Verkehrsschilder an sicherheitsrelevanten Punkten mit Vorfahrts- oder Stoppzeichen und im Kreuzungsbereich hätten dabei Priorität. Generell besäßen die Schilder eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren. „Was aber auch vom Standpunkt abhängt“, meint Hein: „Ein Schild, dass den ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt ist, hat möglicherweise eine kürzere Lebensdauer.“

Eine Möglichkeit, sich generell über nicht mehr leserliche Schildern zu beschweren, ist per E-Mail möglich: strassenbrueckenbau@tbr-info.de

Das Konzept

Das Konzept für die Werbetafeln mit der Willkommensbotschaft stammt von einer Dormagener Firma, umgesetzt wurde es in Remscheid im Juli 20212. Das Unternehmen schrieb – unterstützt vom Stadtmarketing – Remscheider Firmen an und bot diesen die Werbeflächen an. Vor- und Rückseite wurden getrennt vermarktet.

Passend zum Thema: Baugrundstücke sind am Hasten Mangelware

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