Wilde Mischung aus Film, Rock und Pop

50 Besucher erlebten einen formidablen Abend mit Timm Beckmann (l.) und Markus Griess.
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50 Besucher erlebten einen formidablen Abend mit Timm Beckmann (l.) und Markus Griess.

Timm Beckmann und Markus Griess in der Klosterkirche.

Von Peter Klohs

Remscheid. „Halbvoll ist das neue Ausverkauft“, begann Pianist und Keyboarder Timm Beckmann am Mittwochabend das Programm „Was soll die Terz?“ angesichts der knapp 50 Besucher in der Klosterkirche. Gemeinsam mit dem Gitarristen Markus Griess spielte Beckmann eine wilde und spektakuläre Mischung aus Filmmusikzitaten, Rockjuwelen, Klassik-Adaptionen und Popmusik, die ihresgleichen sucht, angereichert mit reichlichen Gags, die dafür sorgten, dass man dem zweistündigen Geschehen auf der Bühne durchaus das Prädikat „Musik-Comedy“ verleihen darf.

Angefangen vom Filmmusik-Medley aus 17 Themen, unter ihnen „Love Story“, die Musik diverser Krimi-Serien sowie Rocky, landete das Duo schnell beim Motiv der 5. Symphonie von Beethoven, die durch eine kleine Terz gekennzeichnet ist. Das Duo vermischte Beethoven mit „Hey Jude“ und der Musik zur Serie „Flipper“. „Auch heute noch ist die kleine Terz nicht aus unserem Alltag wegzudenken“, befand Beckmann. „Alle Eltern rufen ihre Kinder mit ihr.“ Und gab zahlreiche Beispiele ab. „Judith! Jutta! Kevin!“ Aber auch bei mehrsilbigen Vornamen funktioniere das. „Sebastian!“

50 Besucher erlebten einen formidablen Abend mit Timm Beckmann (l.) und Markus Griess.

Und das Durcheinander ging weiter: Aus Flashdance („Maniac“) wurde der „Tanz der Zuckerfee“ (Tschaikowsky), die Verbindung von Mussorgsky und der Gruppe Queen wurde schonungslos offenbart, ein Walzer von Schostakowitsch mutierte zu einem Hit von Pink Floyd, und selbst „Hells Bells“ war vor den beiden Musikern nicht sicher. So ist es kein Wunder, dass auch die deutsche Nationalhymne kunstgerecht auseinander genommen wurde. „Unsere Hymne ist schon irgendwie Xavier-Naidoo-mäßig“, sagte Griess, „ein bisschen wehleidig und weinerlich. Eine richtige Hymne klingt so.“ Und spielte mit seinem musikalischen Partner eine hinreißende Version von Coldplays „Viva la vida“. Nur zum Schluss wurde es ruhig: Im Stil einer Ballade der Dire Straits spielten Beckmann / Griess „Der Mond ist aufgegangen“ und überließen es dem Publikum, die letzte Strophe zu singen. Ein formidabler Abend.

Nächster Termin: Der Auftritt von Mark Weide in derLenneper Klosterkirche am heutigen Abend muss leider ausfallen.

50 Besucher erlebten einen formidablen Abend mit Timm Beckmann (l.) und Markus Griess.

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