Kulturabend

Werner Brück unterhält bestens

Werner Brück bewies am Montagabend sein Talent als Vorleser und Sänger.
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Werner Brück bewies am Montagabend sein Talent als Vorleser und Sänger.

Geschichten und Lieder bei „Wein und Käse“.

Von Peter Klohs

Remscheid. Der in „normalen“ Zeiten einmal monatlich stattfindende Kulturabend „Wein und Käse“ im Gemeindehaus der Auferstehungs-Kirchengemeinde wurde vor 18 Jahren von Hans Kypker ins Leben gerufen und existiert trotz coronabedingter Pause noch immer. Und wenn man das Gästeaufkommen am Montagabend bedenkt, ist das Interesse an der Veranstaltung ungebrochen. Wie bei einem Rockkonzert wartete eine Viertelstunde vor Beginn eine lange Schlange auf Einlass. Die zugelassene Besucherzahl von 80 wurde beinahe erreicht.

Gast des Abends war Werner Brück, studierter Sozialarbeiter, Heilpädagoge und Erziehungswissenschaftler, darüber hinaus in zahlreichen Ehrenämtern tätig. Der gebürtige Hannoveraner schauspielert unter anderem bei der Remscheider Kabarettgruppe „Die Schirmspitzen“. Und ein guter, weil dynamischer und sensibler Vorleser ist er auch noch. Wie der erste Teil des Abends bewies, in dem Brück die berühmte Kurzgeschichte „Der Kellner meines Onkels“ von Wolfgang Borchert vorlas. Dieses Musterbeispiel einer tragikomischen Geschichte, das gewiss auch viele Schülerinnen und Schüler kennengelernt haben, ist ein Fest für jeden guten Rezitator. Werner Brück nutzte die Gelegenheit, die komplette Bandbreite seiner Ausdrucksmittel zu zeigen, vom meckernden Ziegenlachen hin zum beredten Schweigen, von der Tragik der handelnden Figuren hin zum befriedigenden Ende. Die beiden Hauptpersonen haben unterschiedliche Schicksale, aber beiden ist gemeinsam, dass sie lispeln. Die Geschichte ist darüber hinaus ein frühes und schönes Beispiel, dass Mangel an Kommunikation zuweilen für unnötiges Chaos sorgen kann.

Im zweiten Teil des Abends betätigte sich Werner Brück als Sänger. Mit einer tragenden Baritonstimme intonierte Brück einige von ihm ausgewählte Lieder wie „You raise me up“ (Josh Groban) oder „Tanz auf dem Vulkan“, ein Stück von Udo Jürgens, das bereits 2008 auf den Klimawandel hinwies.

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