Werkzeuge werden zu Kunstobjekten

Fotograf Dr. Heinz-Eberhard Boden (li.) und Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht stellten gestern den Fotokalender vor. Foto: Roland Keusch
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Fotograf Dr. Heinz-Eberhard Boden (li.) und Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht stellten gestern den Fotokalender vor. Foto: Roland Keusch

Fotokalender macht Werbung fürs Museum

Von Sabine Naber

Alt-Remscheid Werkzeuge zu Kunstobjekten machen – das ist dem Fotografen Dr. Heinz-Eberhard Boden bei seinem Fotokalender für 2021 großartig gelungen. Gestern Mittag stellte er ihn im Deutschen Werkzeugmuseum vor.

„Es ist unsere dritte Auflage unter der Überschrift ¸Ans Licht geholt‘. Herr Boden hat sich Objekte aus unserem Magazin geholt. Alles Dinge, die sonst im Verborgenen bleiben. Allerdings gibt es vergleichbare Stücke häufig bei uns zu sehen. Die Art der Inszenierung war dann allein die Sache des Fotografen“, macht Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht deutlich. Beispielsweise würde ein Maulschlüssel auf dem Foto nicht originalgetreu wiedergegeben. Es müsse schon ein Pfiff dahinter sein.

Was genau sich hinter den quadratischen Fotos verbirgt, das ist meist erst auf den zweiten oder dritten Blick zu erkennen. Auch für Menschen, die sich nicht intensiv mit Werkzeugen auseinandersetzen, soll anhand der Fotos eine Barriere gebrochen werden. Mit schönen Motiven wird hier die Umsetzung des Werkzeugs in künstlerischen Formen dargestellt. Das Foto fasziniert, der Rest tritt zurück.

Der promovierte Ingenieur, der seit 1983 in Remscheid wohnt, ist seit 50 Jahren Amateurfotograf. Mit dem Ziel, den Betrachter emotional zu erreichen, Geschichten zu erzählen und Zeugnis abzulegen. „Ich hoffe, dass durch meine Fotos der Funke rüberkommt und manch einer vielleicht Lust bekommt, mal wieder hier ins Museum zu kommen und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen“, wünscht sich der Fotograf. Was wären wir eigentlich ohne Werkzeuge, diese Frage stellt er sich.

Für den Museumsdirektor sind zwei Punkte wichtig: „Der Kalender soll in erster Linie gefallen, eine große Bandbreite zeigen. Und dann stellt man sich sicherlich die Frage, welches Objekt sich der Fotograf eigentlich ausgesucht hat. Und an was man sich beim Betrachten inhaltlich sachlich, oder auch emotional erinnert.“ Der Reiz, das rauszukriegen, sei ein bisschen spannend.

Der Fotograf kann mit Farben und Kompositionen beeindruckend umgehen. Ins Auge fällt beispielsweise ein Heizstrahler – passenderweise im Monat November – in warmen Orangetönen. Die Farben Silber, Messing, Schwarz oder eben Orange überwiegen.

Ein wunderschöner Kalender, der zugleich Werbung für das Werkzeugmuseum macht. Den Kalender, der in einer Auflage von 300 Stück erschienen ist, kann man im Deutschen Werkzeugmuseum an der Hastener Cleffstraße für 12,90 Euro kaufen. Auch im Monat November wird zu den üblichen Öffnungszeiten ein Ansprechpartner im Museum sein. Man kann den Kalender auch unter der ISBN 978-3-947740-03-1 in jeder Buchhandlung bestellen.

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