Aktion

Es werde Licht: Laternen in den Fenstern sollen Hoffnung schenken

Zeigt her, eure Laternen – und zwar vom 9. bis 21. November. Foto: ds
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Zeigt her, eure Laternen – und zwar vom 9. bis 21. November.

Aktion eines Remscheider Vaters zieht weite Kreise – Vereine, Gemeinden, Kitas und sogar Senioren basteln fleißig.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Die großen Martinsfeuer und Umzüge fallen aus, dennoch soll die Botschaft vom heiligen St. Martin weitererzählt werden. Und dafür hat sich ein Remscheider Vater eine besondere Aktion einfallen lassen.

Was ist der Hintergrund?

Tomas van Aken (53), Initiator von „Lasst Remscheid leuchten“, erklärt den Hintergrund: „Ursprünglich stammt die Idee von einer Erzieherin aus Bayern. Sie wollte ihren Kindern eine Freude machen. Denn große Martinsfeiern fallen ja aus. Sie stellte die Idee in ihrer Einrichtung vor – und die ganze Kita machte mit und bastelte Laternen.“ Da Kitas gut vernetzt seien, sprach sich die Laternen-Aktion herum. „Als ich für die Beamtenbund Jugend im Düsseldorfer Hofgarten war, sah ich, wie Kinder Laternen bastelten. Da dachte ich: Das ist doch auch eine Idee für uns Remscheider!“ Van Aken nannte das bergische Pendant „Lasst Remscheid leuchten“. Er habe alle Vereine, die er kennt oder bei denen er mitgearbeitet hat, kontaktiert. „Sie waren alle Feuer und Flamme.“

Was wird genau gemacht?

Im Aktionszeitraum vom 9. bis 21. November sollen Kinder – und gerne auch alle anderen Remscheider – ihre selbst gebastelten und beleuchteten Laternen an ihre Fenster stellen. Für die Feier in der Kita darf sie natürlich aus dem Fenster genommen werden. Aber danach sollte das leuchtende Kunstwerk wieder aufs Fensterbrett.

Was soll die Aktion bewirken?

Zwar dürften die Einrichtungen im kleinen Rahmen noch St. Martin feiern, aber auch das Tür-zu-Tür-Singen falle dieses Jahr weg. „Da haben wir gedacht, Kinder könnten doch einfach abends mit ihrer Laterne spazieren gehen und in ganz Remscheid sehen: Es betrifft nicht nur dich, es betrifft ganz viele andere Kinder. Man ist nicht allein.“ Mit einem kleinen Licht könne so jeder ganz viel Hoffnung schenken. „Jetzt hoffe ich, dass Remscheid ganz hell wird.“

Wer macht mit?

19 Institutionen, die auf einem Flyer abgedruckt sind, unter anderem Kitas, Gemeinden, Vereine, plus viele Eltern und Kinder. Sie alle wollen die Idee weitertragen, auch die Feuerwehr wurde wohl schon angesprochen. Der Flyer hänge bereits in vielen Geschäften. „,Lasst Remscheid leuchten!‘ ist in fast jeder Whatsappgruppe Thema“, freut sich der gebürtige Remscheider. Sein 16-jähriger Sohn ist Mitglied bei den E-Dancers und bei den Johannitern. Beide Institutionen machen mit, aber auch die Eritrean Community Remscheid, der Förderverein Wohnquartier Hohenhagen oder die Seniorenvereinigung „Treppenhaus und Gartenzaun“. Es wurde sogar eine Schablone erstellt, damit auch Senioren mitbasteln können – was sie laut van Aken auch fleißig tun. Und selbst andere Städte hätten bereits Interesse bekundet, die Remscheider Idee auch umsetzen zu wollen.

Gerade in Coronazeiten ist es für die Kinder wichtig, traditionelle Feste zu feiern – Wenn auch kleiner.

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