Jahresversammlung

Werbegemeinschaft stellt sich neu auf

Der Vorstand der Werbegemeinschaft (v. li.: Elisabeth Harhaus, Joerg Becker, Marcus Strunk, Jan Ritzmann, Katja Schoepfl, Folko Sensen, Armin Werker, Bruno Hofmann und Tanja Sonnenschein.
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Der Vorstand der Werbegemeinschaft (v. li.: Elisabeth Harhaus, Joerg Becker, Marcus Strunk, Jan Ritzmann, Katja Schoepfl, Folko Sensen, Armin Werker, Bruno Hofmann und Tanja Sonnenschein.

Interessenvertretung der Einzelhändler hat mit Armin Werker einen neuen Vorsitzenden.

Von Cristina Segovia-Buendía

Radevormwald. In seiner letzten Jahresversammlung als Vorsitzender fand Marcus Strunk klare Worte: Die Corona-Pandemie sei für jeden eine schwierige Zeit gewesen, doch zeigte sich Strunk enttäuscht. „Auch wenn es nach außen den Eindruck erwecken mag, dass wir in der Zeit nichts getan hätten, wir waren sehr aktiv und haben uns viele Gedanken gemacht, obwohl wir dann, aufgrund der Einschränkungen, vieles nicht umsetzen konnten.“

Das digitale Schaufenster etwa, mit denen die Werbegemeinschaft während der coronabedingten Schließungen ein Lebenszeichen geben wollte, „war ein Flop“, stellte Strunk klar. Obwohl es ein kostenloses Angebot für die Mitglieder gewesen sei, hätten sich nur zehn Unternehmen beteiligt, jedoch mit so wenig Bildmaterial, dass das ganze Projekt unattraktiv blieb. „Natürlich können wir damit nicht mit Amazon mithalten, aber wir wollten zeigen, dass wir da sind“, sagte  Strunk. „Weil es nicht angenommen wurde, haben wir das digitale Schaufenster nach einem Jahr eingestampft und als Lehrgeld verbucht.“

Besser gelaufen sei das gemeinsame Plakat mit Informationen zu Öffnungszeiten. Erfreulich verliefen auch die Weihnachtsverlosungen 2020 und 2021. Trotz Corona wurden im vergangenen Jahr von 120.000 Losen 112.000 herausgegeben, berichtete Jörg Becker, der allerdings bemängelte, dass das Anspruchsverhalten einiger Kunden erschreckend sei. „Die Verlosung ist ein Dankeschön der Händler an die Kunden. Einige haben die Lose regelrecht eingefordert oder gemeckert, warum sie so wenige bekommen“, erzählte das Vorstandsmitglied. Auf der anderen Seite seien kleinere Gutscheine, die über die Verlosung gewonnen wurden, überhaupt nicht abgeholt worden.

Sämtliche Aktionen müssen sich finanziell selbst tragen

Trotz aller Einschränkungen wurde die Innenstadt über die Wintermonate mit der Weihnachtsbeleuchtung erhellt. Finanziert werde das durch Spenden der Gewerbetreibenden und Spenden, die der Heimat- und Verkehrsverein sammelt, sowie durch einen Obolus der Stadt. Aber: „Schon für die Rechnung 2021 könnten die Spenden knapp werden“, äußerte Strunk. Der Anspruch der Werbegemeinschaft sei es, dass sich sämtliche Aktionen finanziell selbst tragen müssen. Auch die Kosten fürs Stadtfest, das in diesem Jahr in den Augen aller Beteiligten ein sehr erfolgreiches Wochenende war, seien auf Kante genäht. 25.000 Euro müsse die Werbegemeinschaft für das dreitägige Fest aufbringen.

Trotz allem und obwohl der Verein im vergangenen Jahr auf Mitgliedsbeiträge verzichtete, stehe die Werbegemeinschaft finanziell solide da. Besonders erfolgreich sei der Rader Gutschein, der immer größeren Anklang bei den Bürgern findet, wie Andreas Müllenmeister in seinem Kassenbericht offenlegte. Wurden im Geschäftsjahr 2018/19 noch 500 Gutscheine verkauft, waren es 2019/20 bereits 843 und 2021 sogar 907.

Nach der Entlastung des Vorstandes stand die Wahl eines neuen Vorsitzenden an. Nach über sieben Jahren an vorderster Front wollte Marcus Strunk sich aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut stellen und fand in Armin Werker einen potenziellen Nachfolger, der auch von der Versammlung einstimmig gewählt wurde. Gänzlich aufhören will Strunk aber nicht. Er bleibt dem Vorstand erhalten, so wie auch Elisabeth Harhaus, Jörg Becker, Jan Ritzmann, Bruno Hofmann und Tanja Sonnenschein. Neu in das Vorstandsteam rücken Kai Becker (Agentur B2), Katja Schöpfl (Unverpacktladen) und Folko Sensen von der Vinothek Korkenzieher nach. Als neue Beisitzer gewählt wurden Michael Scholz (Heimat- und Verkehrsverein), Jürgen Fischer (Stadtkulturverband) und Kirsten Hackländer (Wirtschaftsförderung).

Der neue Vorsitzende Armin Werker bedankte sich für das Vertrauen und versprach, nicht als Einzelkämpfer aufzutreten. „Ich sehe mich, wie es auch schon Marcus getan hat, als Kapitän einer Fußballmannschaft.“ Kooperation sei für ihn das Wichtigste, sowohl mit der Stadt und der Politik sowie auch mit den übrigen Geschäftstreibenden der Stadt: „Es gut nur mit guter Zusammenarbeit.“

In diesem Sinne wolle er auch das Gespräch mit übrigen Einzelhändlern und Geschäftseigentümern suchen, um das Stadtbild zu verbessern, so der Neue. Ein Parkproblem habe die Stadt nicht, es könne aber nicht sein, dass die Geschäftseigentümer selbst die Parkplätze vor den Geschäften blockieren, statt sie für die Kunden zur Verfügung zu stellen. Außerdem müsse jeder auch mehr Verantwortung für die Sauberkeit vor seiner eigenen Geschäftstür sorgen. Im Großen und Ganzen möchte Werker aber den Kurs seibes Vorgängers Marcus Strunk fortsetzen.

www.radelebt.de

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