Mein Blick auf die Woche

Wer Putin stoppen will, der muss Opfer bringen

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Die Energie und Wasser GmbH informiert ihre Kunden aktuell über die Höhe der Gasumlage. Die Energiepreise explodieren und nicht jedem kann geholfen werden. Doch, sagt RGA-Lokalchef Axel Richter: Wer Putin stoppen will, der muss Opfer bringen. Es wird Zeit, den Menschen das deutlich zu sagen.

Mehr als 25 000 Haushalte in Remscheid heizen mit Erdgas. Dass ihnen ein Preisschock ins Haus steht, ist ihnen lange bewusst. Jetzt wird es konkret damit. In dieser Woche informierte die Energie und Wasser für Remscheid GmbH ihre Kunden über die Höhe der Gasumlage und die noch einmal steigenden Abschlagszahlungen.

Die Bundesregierung reagiert mit milliardenschweren Entlastungspaketen. Die Stadt Remscheid will zusätzlich einen Härtefallfonds von 1,2 Millionen Euro auflegen, so die Hilfe nicht ausreicht. Das sollte nicht vergessen werden, wenn Investitionen wie die Erneuerung der Beleuchtung der Alleestraße in die Kritik geraten. 1,5 Millionen Euro aus der Landes- und Stadtkasse sind für den Austausch vorgesehen. Angesichts solcher Summen fragen sich nicht wenige Remscheiderinnen und Remscheider nachvollziehbar, ob ihre Stadt in der Energie- und Wirtschaftskrise eigentlich gerade die richtigen Prioritäten setzt.

Dabei werden oft Äpfel mit Birnen verglichen: „Mal ehrlich, Stadt Remscheid“, schrieb in dieser Woche einer auf der Facebook-Seite des RGA: „Es werden 55 Laternen für 1,5 Millionen Euro installiert und in den Turnhallen wird den Kindern das warme Wasser abgedreht?“

Natürlich hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. In den Turnhallen wird ja nicht das warme Wasser abgedreht, weil das Geld dafür fehlt. Das Wasser wird abgedreht, weil der russische Präsident Krieg führt - gegen die Ukraine, gegen den Westen und hier allen voran gegen Deutschland, das er als zentrales Land zermürben will.

Wenn wir nicht aufpassen, hat er Erfolg damit. Denn die ersten Remscheider malen schon Plakate. „Wir frieren nicht für Eure Politik“, sagen sie und tun damit ganz so als hätte die Bundesregierung die Gaslieferverträge mit Russland gebrochen und nicht umgekehrt.

Da muss man natürlich erst einmal drauf kommen, doch zeigen die Missverständnisse und falschen Interpretationen vor allem eins: Es fehlt an klaren Worten der Politik an die Bürgerinnen und Bürger.

In seiner berühmten Rede zum Kriesgeintritt Großbritanniens gegen Hitler sagte Winston Churchill den Briten nicht Blutverlust, Mehrarbeit und eine Reizung der Tränendrüsen voraus. Er prophezeite ihnen Blut, Schweiß und Tränen. Übrigens auch Mühsal, aber das ging später unter. So schwor der Kriegspremier die Briten auf den Kampf ein.

Wer will, dass die Truppen des Kriegsverbrechers, Massenmörders und Diktators im Kreml der Nato nicht näherrücken, der muss dafür sorgen, dass sie in der Ukraine scheitern. Und der muss dafür Opfer bringen. Die steigenden Energiepreise sind vielleicht nur der Anfang.

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