Nachfolger

Die Welle: Michael Schiffer lobt intensive Kooperation

Aus dem Hunsrück zurück in die alte Heimat: Sozialpädagoge Michael Schiffer freut sich auf die Aufgabe in der Welle. Foto: Roland Keusch
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Aus dem Hunsrück zurück in die alte Heimat: Sozialpädagoge Michael Schiffer freut sich auf die Aufgabe in der Welle.

Soziokulturelles Zentrum in Lennep hat einen Nachfolger für Geschäftsführer Zbigniew Pluszynski gefunden.

Von Sabine Naber

Remscheid. Seit dem 15. September ist Michael Schiffer (55) Mit-Geschäftsführer des soziokulturellen Zentrums „Die Welle“ in Lennep. Er ist der Nachfolger von Zbigniew Pluszynski, für den am Ende des Jahres der Ruhestand beginnt. „Die Stelle war ausgeschrieben, ich habe mich beworben. Und als ich eingestellt wurde, da war das für mich ein Stück weit wie ein Nachhause kommen“, fasst es Michael Schiffer zusammen. Geboren in Duisburg und aufgewachsen in Lüdenscheid, hatte der Diplom-Sozialpädagoge bereits viele Jahre lang in Remscheid gearbeitet.

Zunächst ab 1990 bei der Kolpingsfamilie an der Palmstraße. „Ab 2002 und habe ich acht Jahre bei den ‘Schlawinern’, dem Kinder- und Jugendzentrum in Lüttringhausen gearbeitet.“ Von dort ging es zur Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land, bevor Michael Schiffer ab 2015 Remscheid den Rücken kehrte und viereinhalb Jahre im Hunsrück arbeitete. „In dieser Zeit war ich allerdings oft hier, obwohl der neue Wohnort immerhin 400 Kilometer von Remscheid entfernt war“, erzählt er.

Ein Freund habe ihn in dieser Zeit gefragt, wo er in zehn Jahren leben wolle. „Da wusste ich: Ich wollte wieder nach Hause. Lennep ist ein Traum“, schwärmt Michael Schiffer. Er habe auch in Wermelskirchen, Hückeswagen und Alt-Remscheid gewohnt, aber Lennep sei für ihn nun einmal der „schönste Stadtteil Remscheids“. Er freut sich, dass er zu Fuß in rund fünf Minuten an seinem Arbeitsplatz in der Altstadt ist. Aber nicht nur Lennep und Umgebung haben es ihm angetan. Schiffer lobt auch die gute Zusammenarbeit untereinander.

Er würde keine Stadt kennen, in der gerade im Jugendbereich so intensiv kooperiert wird wie in Remscheid. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt sei immer gut gewesen. Das habe er vermisst. Und das sei etwas Besonderes und zeichne die Stadt aus. „Dazu gehört Reibung. Es geht schließlich darum, etwas miteinander auszuhandeln. Das aber ist immer wohlwollend vonstatten gegangen“, betont er. Beim ersten Zusammentreffen mit den Kollegen bei der Arbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit (AGOT) sei er beispielsweise mit „Willkommen zu Hause“ begrüßt worden. „Wenn man so lange in einer Stadt gearbeitet hat, kennt man viele Menschen. Auch wenn man eine Zeit lang weg war.“ Wie in der Welle gearbeitet würde, mit den Zielen und Plänen könne er sich gut identifizieren. Der scheidende Geschäftsführer Zbigniew Pluszynski habe ihm etwas Tolles hinterlassen und er habe nur großartige Kollegen kennengelernt. „Die Welle lebt davon, dass die Mitarbeiter gute Arbeit leisten“, betont Schiffer, der seit 1996 in leitender Funktion arbeitet und 1990 ins Bergische gekommen ist.

Zunächst sei er in dieser schwierigen Zeit froh, wenn erhalten bliebe, was vorhanden ist. Niemand könne vorhersagen, wie sich die Pandemie entwickelt und welche Einschränkungen eventuell noch kommen können.

„Ich wollte wieder nach Hause. Lennep ist ein Traum.“

Michael Schiffer, Die Welle

Im Frühjahr will er über das sprechen, was er sich für die kommenden Jahre in der Welle vorstellt. Schon im Januar soll es Planungstage geben. Dann würden Ziele entwickelt. „Wir werden gemeinsam gucken, welche Ressourcen wir haben. Um anschließend die Vorhaben für 2021 zu entwickeln“, deutet Michael Schiffer die Marschroute an.

Hintergrund

„Die Welle“ entstand 1979 aus einer Jugendbewegung in Lenneps leerstehendem Hallenbad. Das soziokulturelle Zentrum in der Wallstraße 54 ist seit Januar 1997 eines von vier Kinder- und Jugendzentren in Remscheid. Neben Sport, Kultur, Bildung und offener Jugendarbeit gibt es auch Angebote für Erwachsene. Beliebt sind auch die vielen Ferienaktionen. 

Bei einem Einbruch in das Lenneper Jugendzentrum im Sommer dieses Jahres haben die Täter einen hohen Schaden verursacht.

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