Spenden nach dem Hochwasser

Welle der Hilfsbereitschaft: Hier können Remscheider für Flutopfer spenden

Ehrenamtliche Helfer wie Dela Kirchner sortieren die Kleiderspenden. Die Schwerlastregale stellte Obi zur Verfügung, die Halle in Lennep Stephan Schuhmacher von der Schuhmacher Standort-Entwicklung GmbH. Foto: Kirchner
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Ehrenamtliche Helfer wie Dela Kirchner sortieren die Kleiderspenden. Die Schwerlastregale stellte Obi zur Verfügung, die Halle in Lennep Stephan Schuhmacher von der Schuhmacher Standort-Entwicklung GmbH.

Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde und Privatpersonen haben Aktionen gestartet. Eine Übersicht.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Die Bergischen halten zusammen: Zahlreiche Menschen haben bereits am Wochenende angefangen, für die Opfer der Flutkatastrophe in der Region zu sammeln. So auch in Remscheid. Die Welle der Hilfsbereitschaft ist groß.

Das berichtet auch Melina Redecker. Nachdem sie eine Facebook-Hilfsgruppe gegründet hatte, hagelte es Nachrichten und Kommentare. Darunter auch von Stephan Schuhmacher von der Schuhmacher Standort-Entwicklung GmbH in Solingen. Er bot sofort eine leerstehende Gewerbehalle an der Straße In der Lehmkuhle in Lennep an.

Gemeinsam mit Petra Köser und Benedict Wiedmann startete Melina Redecker eine Sachspendensammlung zugunsten der Hochwasseropfer. „Wir müssen helfen. Ich finde, das gehört sich so“, sagt sie. Obi stellte kurzerhand Schwerlastregale zur Verfügung, Marc Große von Marcs Transporte sammelt derzeit Möbel in der Region ein und fährt sie zur Gewerbehalle.

Remscheider geben viele Sachspenden - Helfer sortieren täglich

Die IG Hasenberg hilft beim Sortieren der Güter, ebenso viele ehrenamtliche Helfer. „Wir haben hier Berge von Kleidung“, freut sich Melina Redecker über die Spendenbereitschaft. Von Möbeln über Elektro- und Hygieneartikeln, Tierfutter bis zu Kleidung von Baby bis Übergröße ist alles dabei.

Die Halle darf das engagierte Trio mindestens sechs Wochen behalten, die Helfer sind täglich von 13 bis 18 Uhr dort. Wer spenden möchte, fährt am besten direkt dorthin. „Betroffene können dann hier vor Ort das abholen kommen, das sie brauchen.“ Bedacht werden sollen in erster Linie die Opfer der Überschwemmung im Bergischen wie Morsbachtal, Unterburg, Beyenburg. „Sind danach noch genügend Spenden da und alle bergischen Opfer versorgt, geben wir weitere Spenden natürlich auch über die Region hinaus weiter.“

Eine Sammelstelle wurde auch gestern in der ehemaligen Halle der Firma Magurit am Höhenweg in Lennep eingerichtet.

Und auch die Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde hilft: Am Wochenende konnten im Gemeinde- und Stadtteilzentrum „Esche“, Eschenstraße 25 im Südbezirk, Kleidung, Hygieneartikel, Decken, Bettwäsche und Spielzeug für Kinder abgegeben werden. „Wir haben bereits zwei große Anhänger voll gesammelt. Die Hilfsbereitschaft ist groß“, sagt Peter Ulrich von der „Esche“. Die Spenden sollen im Anschluss über die Feuerwehr an die Opfer der Hochwasserkatastrophe in der bergischen Region verteilt werden, zum Beispiel in Unterburg, Hückeswagen und Wipperfürth. Die Spendensammlung laufe auch in den kommenden Tagen weiter. Die „Esche“ ist täglich zwischen 8 und 16 Uhr geöffnet.

Auch das Déjà-vu im Lenhartzhammer sammelt für die Flutopfer in NRW und Rheinland-Pfalz. Déjà-vu-Betreiber Birgit Allendorf und Stephan Utzelmann haben eine Spendendose aufgestellt. Das Geld wird weitergeleitet an das THW Remscheid, die Diakonie Wuppertal und die Gerd-Kaimer-Bürgerstiftung Solingen.

Alle Entwicklungen finden Sie in unserem Ticker zum Hochwasser im Bergischen.

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