Diskussion

Weinfest: Eintritt bewegt Gemüter

So sieht sie aus – die Eintrittskarte für das Weinfest, die erstmals gekauft werden muss. Foto: Roland Keusch
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So sieht sie aus – die Eintrittskarte für das Weinfest, die erstmals gekauft werden muss.
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Bezirksvertretung Lennep befasste sich mit Winzertreff. Anwohner melden sich zu Wort.

Von Frank Michalczak

Dass Besucher beim Weinfest in der Lenneper Altstadt erstmals Eintritt zahlen müssen, sorgte für Gesprächsstoff in der Bezirksvertretung (BV) Lennep. Ordnungsamtschef Jürgen Beckmann sagte bei der Sitzung am Dienstagabend zu, dass Anwohner freien Zugang erhalten, wenn sie in der abgesperrten Zone des historischen Stadtkerns wohnen. Sie sollten allerdings ihren Personalausweis vorweisen können.

Wie Bezirksbürgermeister Markus Kötter berichtete, hatte es mehrere Einwände von Nachbarn gegen das Vorgehen der Lenneper Karnevalisten gegeben, die das Spektakel vom 3. bis 5. August veranstalten wollen. Die Anwohner sollen zeitnah über den Ablauf und die Spielregeln informiert werden, forderte Kötter mit Blick auf die Eingaben, die erst im September bei der nächsten BV-Sitzung beantwortet werden – also nach dem Weinfest. Ordnungsamtsleiter Beckmann versprach, dass er Kontakt mit den Anwohnern knüpfen werde. Er machte allerdings auch deutlich, dass Menschen, die am Rande der Altstadt leben und nicht von der Sperrung betroffen sind, mit Einschränkungen leben müssen – etwa am Munsterplatz. „Sie haben die Möglichkeit, zu ihren Wohnungen zu gelangen, ohne die eigentliche Veranstaltungsfläche betreten zu müssen“, berichtete er. Dazu seien kleinere Umwege nötig.

Ordnungsamt ist mit zehn Mitarbeitern vertreten

Mit zehn Mitarbeitern werde seine Behörde permanent am Rande des Geschehens im Einsatz sein. Per Funk ständen sie im ständigen in Kontakt mit dem privaten Wachdienst, den die Karnevalsgesellschaft engagiert hat. Denn: Sicherheit wird beim Weinfest großgeschrieben. 3000 Besucher maximal dürfen sich zeitgleich in der Altstadt aufhalten. In den vergangenen Jahren wurden die Besucherströme genau registriert, indem an den Zugängen die Gäste gezählt wurden. War das Limit erreicht, mussten die Besucher warten, bis sich Menschen von der Veranstaltungsfläche verabschiedeten. Mit den Eintrittskarten gibt es nun die Gewähr, dass Interessenten auch tatsächlich zu den Winzern gelangen können. Die Tickets kosten drei Euro. Sie sind beim König von Preußen, im Kölner Hof, Kirchenwirt und in Riemanns Küche erhältlich.

Dass sie Eintritt verlangen, begründen die Karnevalisten mit erheblichen Kostensteigerungen. Durch den Publikumserfolg seien die Auflagen gestiegen – unter anderem müssen sie mehr Securitypersonal bereitstellen. Dies trug dazu bei, dass unerwünschte Nebenwirkungen beim Fest zuletzt weitgehend ausblieben. Noch vor einigen Jahren hatte es immer wieder Vandalismus gegeben, vor allem außerhalb der eigentlichen Partyzone.

Eine Erlaubnis, dass die Fete steigen darf, haben die Gastgeber übrigens noch nicht. „Die Genehmigung ist aber nur noch Formsache. Es gibt Absprachen, wer was macht“, berichtet Beckmann auf RGA-Anfrage. Zudem gebe es Absprachen zwischen den Karnevalisten und den Wirten in der Altstadt, die damit leben müssen, dass Gäste am 3. und 4. August Eintritt für den Weg zum Lokal zahlen. Zum Fest haben sich übrigens diesmal elf Winzer angemeldet. Neu mit dabei ist ein Schnapsbrenner.

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