Tradition

Weihnachtsmarkt em Dorp soll wieder mehr Flair versprühen

Bernhard Hoppe führt seit August den Heimatbund.
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Bernhard Hoppe führt seit August den Heimatbund.
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Neuer Zeitpunkt, neuer Ort: Heimatbund Lüttringhausen setzt auf kleinen, feinen Markt.

Von Axel Richter

Remscheid. Kleiner soll der ideelle Lütterkuser Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ausfallen. Dafür aber umso feiner. Das ist, was der Heimatbund für den 26. November in Planung hat. Rund um ihre evangelische Stadtkirche em Dorp soll wieder mehr vorweihnachtliches Flair zu spüren sein als das nach Wahrnehmung des Vereins in den vergangenen Jahren zuweilen der Fall war.

„Neben Glühweinstand und Bratwurstbude muss es auch noch etwas anderes geben“, sagt Bernhard Hoppe, Vorsitzender des größten Bürgervereins in Remscheid. Dessen Weihnachtsmarkt, der immer auf den 1. Advent und damit auf einen Sonntag fiel, war immer eine Großveranstaltung. Der Termin stand auch bei vielen ehemaligen Lüttringhausern fest im Kalender. Der Weihnachtsmarkt war Treffpunkt, um im Kreis der Freunde von einst Wiedersehen zu feiern.

Das soll auch dieses Jahr so sein. Nur wird sich die Gertenbachstraße dazu nicht mehr in eine proppevolle Budenmeile verwandeln. Nach der zweijährigen Corona-Zwangspause hat sich ein neues Team von Marktmeistern zusammengetan, um dem Markt eine Runderneuerung zu verpassen.

Weihnachtsmarkt findet unter einem besonderen Motto statt

Das beginnt mit dem Termin. Erstmals wird der Markt nun am Samstag vor dem 1. Advent stattfinden. Und zwar auf dem Ludwig-Steil-Platz und auf dem Heimatspielgelände. Dazu hat der Weihnachtsmarkt ein Motto erhalten: „Mittelalter und Märchen“, heißt es.

Das sollen die Standbetreiber aufgreifen - und zum Beispiel als Hexe, Knecht Ruprecht und Co im Verkaufsstand stehen. Dazu erklingt traditionelle Weihnachtsmusik. Auf moderne Klänge muss dagegen verzichtet werden. Auch das soll für mehr weihnachtliche Stimmung sorgen - „und erspart uns außerdem die Gema-Gebühr“, sagt Sascha von Gerishem, der den Lüttringhauser Weihnachtsmarkt in diesem Jahr zum ersten Mal für den Heimatbund organisiert.

Apropos Kosten. Auch ihretwegen fällt der Markt in diesem Jahr kleiner aus. Das Risiko, dass die Veranstaltung ein weiteres Mal der Pandemie zum Opfer fällt, war im Sommer allgegenwärtig. Da begannen bereits die Vorbereitungen. Und der Heimatbund entschied sich für die weniger teure Variante. Statt 48 Stände, die zuletzt auf dem Weihnachtsmarkt standen, werden es diesmal deutlich weniger sein. 28 Vereine und Privatleute haben sich bisher um eine Teilnahme beworben.

Tatsächlich ist es ein Bewerbungsbogen, auf den die Händler im Internet treffen. Damit möchte der Heimatbund sicherstellen, dass am Ende nicht doch überwiegend Verzehrstände rund um die Stadtkirche stehen und der Bastelkreis dann doch nicht teilnehmen darf.

Gewerbetreibende bleiben wie ausgeschlossen. Denn was auch immer auf dem Lüttringhauser Weihnachtsmarkt zu haben sein wird: Die Einnahmen sind für den guten Zweck bestimmt. Das wird so bleiben, verspricht Bernhard Hoppe. „Allen gerecht zu werden, ist schwierig“, räumt er dennoch ein. Wer eine Veranstaltung vom Kopf auf die Füße stellen will, die mit so vielen Traditionen und auch Emotionen verbunden ist, braucht zuweilen gute Nerven. Das lässt auch Sascha von Gerishem erkennen, der es sich nach eigenen Worten abgewöhnt hat, jeden Kommentar im Internet zu lesen.

Am 26. November sollen die Diskussionen ein Ende haben. Für noch mehr Weihnachtsflair hofft Bernhard Hoppe auch die beiden Kirchengemeinden für den Neustart zu gewinnen. Sie sollen ihre Kirchtürme beleuchten. Trotz Energiesparpflicht. „Es ist doch nur für einen Abend“, sagt Bernhard Hoppe.

Kontakt

Der ideelle Weihnachtsmarkt in Lüttringhausen findet am 26. November rund um die evangelische Stadtkirche statt - und zwar von 14 bis 22 Uhr. Wer mitmachen möchte, kann sich noch bewerben. Kontakt unter www.weihnachtsmarkt-luettringhausen.de.

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