Beliebter Wanderweg

Weg ins Zillertal bleibt Tabuzone

Bezirksbürgermeister Otto Mähler hatte im vergangenen Jahr zur Ortsbesichtigung eingeladen. Vertreter der Technischen Betriebe hoben dabei hervor, wie gefährlich der Hangrutsch sei.
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Bezirksbürgermeister Otto Mähler hatte im vergangenen Jahr zur Ortsbesichtigung eingeladen. Vertreter der Technischen Betriebe hoben dabei hervor, wie gefährlich der Hangrutsch sei.
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Technische Betriebe Remscheid suchen weiterhin nach einer Lösung für den Hangrutsch.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Wenn Angela Ulrich ihre Freunde besuchen wollte, steuerte sie mit ihrem Rad viele Jahre von Hasten aus das Zillertal an, weil sie von dort sicher zu ihnen gelangen konnte – unbehelligt vom Straßenverkehr. Das ist vorbei, seit die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) die beliebte Route aus Sicherheitsgründen absperrten. Nach der Flut im Juli 2020 stellten Mitarbeiter einen Hangrutsch fest, der für Ausflügler erhebliche Gefahren mit sich bringe. „Mit dem Rad traue ich mich nicht über die Landstraßen. Wann geschieht denn endlich was?“, erkundigte sich Angela Ulrich bei der RGA-Aktion Dranbleiben nach der Sanierung des betroffenen Streckenabschnitts.

Wanderweg im Zillertal: Das sind mögliche Lösungen

Wie TBR-Geschäftsführer Michael Zirngiebl berichtet, seien Gutachter eingeschaltet worden, die mittlerweile mögliche Lösungen erarbeitet hätten. Das Problem: „Egal, was wir unternehmen – es würde zu einem erheblichen Eingriff in die Landschaft führen“, erklärt er. Um die Böschung zu entlasten, komme es in erster Linie in Frage, den vorhandenen Weg zu verschieben. „In Richtung Wald“, erklärt der TBR-Geschäftsführer. „Noch heftiger“ wäre eine Variante auf der anderen Seite der Wegstrecke – und zwar zur Gelpe hin.

Denkbar wäre es hier, eine Gabionenwand zu setzen, um den Weg abzusichern. „Es handelt sich aber um ein Naturschutzgebiet“, macht Zirngiebl die Komplexität des Vorhabens deutlich. „Wir haben quasi die Wahl zwischen Pest und Cholera.“ Und dabei müssten vielfältige Fachbehörden eingeschaltet werden. „Von den Forstkollegen bis zur Landschaftsbehörde.“ Und auch die Finanzierung müsste geklärt sein, etwa unter Einbeziehung des Wiederaufbauplans vom Land Nordrhein-Westfalen, der nach der Flut entwickelt wurde.

Wie sehr Remscheiderinnen und Remscheider an dem Tal hängen, wurde vor einem Jahr deutlich, als Bezirksbürgermeister Otto Mähler (SPD) zu einem Vor-Ort-Termin eingeladen hatte. Der beliebte Wanderweg zwischen Clemenshammer und dem Zillertal blieb zwar auf unbestimmte Zeit gesperrt – weil an mehreren Punkten die Böschung abzusacken droht.

Gesperrter Wanderweg im Zillertal: Es gibt auch gute Nachrichten

Es gab aber auch eine erfreuliche Botschaft für Ausflügler und Anwohner: Die Sperrung wurde vom Abzweig Steffenshammer etwa 300 Meter ins Gelände hinein verlegt, so dass Interessierte bis zu einem Fischteich spazieren können. Dort beginnt seither die Tabuzone, in der auch Angela Ulrich nicht radeln darf. „Remscheid will doch eine fahrradfreundliche Stadt sein“, sagt sie: „Hier könnte die Stadt einmal ein Zeichen setzen.“

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