„Reserve“

Was Remscheid von Prinz Harrys Buch hält

Isabella Iwanetzki vom Thalia Remscheid präsentiert die englischsprachige Ausgabe von Prinz Harrys Autobiografie.
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Isabella Iwanetzki vom Thalia Remscheid präsentiert die englischsprachige Ausgabe von Prinz Harrys Autobiografie.

Autobiografie von Prinz Harry: In der einen Buchhandlung ist sie vergriffen, in der anderen ein Ladenhüter.

Von Lucas Hackenberg

Remscheid. Die Remscheider sind sich uneinig. Grund dafür ist der jüngste Sohn der britischen Königsfamilie Windsor. Der Verkaufsstart von Prinz Harrys Autobiografie „Reserve“ (im englischen Original: „Spare“) gestaltete sich in den drei großen Buchhandlungen der Stadt unterschiedlich. Während die Zahlen bei Thalia im Allee-Center und der Bergischen Buchhandlung R. Schmitz in Lennep über den Erwartungen lagen, berichtet die Buchhandlung Barnes am Hasten von ausbleibendem Interesse. Die privaten Enthüllungen Prinz Harrys wurden im Vorfeld auch in Deutschland von einem medialen Hype begleitet. Die Remscheider scheinen teilweise auf den Zug aufzuspringen – anderen geht die Aufmerksamkeit jedoch deutlich zu weit.

Als der Thalia in der Remscheider Innenstadt am Dienstagmorgen um 10 Uhr öffnete, zeigte sich die Belegschaft gespannt. Tatsächlich kauften die Kunden: Bis Freitag gingen insgesamt 28 Exemplare über die Ladentheke, zwei davon in englischer Originalsprache. Hinzu kommen fünf Vorbestellungen und eine Menge Diskussionen. Isabella Iwanetzki vom Infoschalter verstehe das Interesse: „Ich lese das Buch gerade selbst. Es ist wirklich gut geschrieben, liest sich wie ein spannender Roman“, resümiert die Buchhändlerin.

In Lennep rechnete die Bergische Buchhandlung R. Schmitz mit geringem Interesse, erhielt aber mehr Anfragen als gedacht. Das Resultat: Das einzige im Laden verfügbare Buch war schnell vergriffen, zwei weitere Bestellungen sind online eingegangen. Madita Schultef zeigt sich überrascht: „Ich persönlich würde das Buch wahrscheinlich nicht lesen. Die wichtigsten Sachen erfährt man sowieso irgendwie“, sagt sie.

Dem pflichtet Irmgard Barnes von der gleichnamigen Buchhandlung auf der Hastener Straße bei. Sie sei zwar interessiert am britischen Königshaus, den Hype um die Autobiografie könne sie aber kaum verstehen: „In Gänze würde ich das Buch nicht lesen. Außerdem schätze ich das Interesse der Remscheider am Buch selbst eher gering ein“, vermutet Barnes. Im Bezug auf ihre Buchhandlung behielt sie Recht: „Bisher habe ich keinerlei Anfragen erhalten“, führt die Ladenbesitzerin aus.

In Großbritannien schon am ersten Verkaufstag ein Bestseller

Im Vereinigten Königreich hingegen ist das Buch rekordverdächtig beliebt. Laut Informationen des herausgebenden Penguin Random House Verlags wurde „Spare“ dort bereits am Dienstag mehr als 400 000 mal verkauft. Einzig die Bücher des Namensvetters Harry Potter seien bei Verkaufsstart noch erfolgreicher gewesen, so der Geschäftsführer des Verlags, Larry Finlay. Dass die Beliebtheitswerte von Prinz Harry in Großbritannien nach der Veröffentlichung der Biografie auf ein Rekordtief sanken, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, wird auch deshalb eher zur Randnotiz.

Auch wenn die Buchhandlungen in Remscheid von Meldungen solcher Rekordzahlen weit entfernt sind, wird sie das Thema noch ein wenig begleiten. „Im Februar erwarten wir eine neue Lieferung der Memoiren von Prinz Harry“, sagt Isabella Iwanetzki von Thalia. Dann wird sich zeigen, ob die Remscheider noch an den privaten Enthüllungen über das Leben von Prinz Harry interessiert sind – und ob sich „Reserve“ weiterhin verkauft.

Das Buch

In „Reserve“ gibt Prinz Harry als jüngster Sohn des britischen Monarchen Prinz Charles III. Einblicke in sein Privatleben. Seit dem 10. Januar ist die Autobiografie in 16 Sprachen erhältlich.

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