„Was dem einen sein rot ist, ist dem anderen sein grün“

Das stand vor 25, 50, 75 und 100 Jahren im RGA

REMSCHEID -wey- 1996 „Sieht Wilde rot, stehen Räder still“ schreibt der RGA am 25. November vor 25 Jahren – und stellt unter dieser Überschrift Udo Wilde vor. Inzwischen steht der Verkehrsingenieur, damals als „Hirn der Remscheider Ampeln“ bezeichnet, heute schlicht Abteilungsleiter Verkehrstechnik bei den Technischen Betrieben, kurz vor dem Ruhestand. Seine damaligen Ideen sind aber noch top-aktuell. „Fußgänger und Autos sind für mich gleichberechtigt“, zitiert der Text Wilde zum Beispiel. Und klar wird auch, dass die einen warten müssen, wenn die anderen vorankommen wollen: „Was dem einen sein rot ist, ist dem anderen sein grün.“

1971 Vor 50 Jahren findet sich eine wichtige Nachricht im Anzeigenteil des RGA, dort verkündet eine große Annonce am 26. November: „Wir eröffnen heute das Kino-Center Remscheid“. Die beiden Lichtspielhäuser am Markt sind längst Geschichte, an der Filmauswahl kann das aber nicht gelegen haben. Zum Startwochenende gab es „Love Story“ nach dem Roman von Erich Segal, einer der größten Kinohits der 70er, und „Die Dinge des Lebens“ mit Romy Schneider. Und um 22.15 Uhr noch eine Vorstellung von „Die sexuellen Wünsche der Männer“. 1946 Noch nicht Geschichte ist hingegen das gute alte Telefonbuch, in Remscheid jahrelang herausgegeben vom damaligen Verlag des RGA. So auch 1946, als eine Meldung im Amtlichen Mitteilungsblatt die Fernsprechteilnehmer auffordert, „ihre Fernsprech-Anschlüsse noch einmal auf die Richtigkeit der Eintragung hin zu überprüfen“. Wie? Ganz einfach: Die Listen liegen bis Anfang Dezember in den Geschäftsstellen des Verlags aus, die Leute sollen einfach vorbeikommen und nachschauen.

1921 Während das Telefonbuch an Bedeutung verliert und ihm in wenigen Jahren mutmaßlich kaum noch jemand nachtrauern wird, gibt es auch Institutionen, die sich mancher wohl zurückwünschen würde. Über eine davon berichtet der Tüpitter am 27. November vor 100 Jahren: „Die hiesige Preisprüfungsstelle und das Wucheramt führen augenblicklich Kontrollen im ganzen Stadtgebiet aus“, ist dort zu lesen. Kontrolliert würden, im Groß- wie auch im Kleinhandel, die geltenden Regeln. Man verkenne nicht die schwierige Lage, in der die Geschäfte stecken würden, teilt das Rathaus dazu mit: „In derselben schwierigen Lage befindet sich jedoch auch die gesamte Verbraucherschaft.“

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