Coronavirus

Der Wald ist zum Freund in der Krise geworden

Waldbaden macht in diesen Tagen besonders viel Spaß. Und ist obendrein noch gesund. Foto: Anja Carolina Siebel
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Waldbaden macht in diesen Tagen besonders viel Spaß. Und ist obendrein noch gesund.

RGA-Redakteurin berichtet aus ihrem Alltag in Zeiten des Corona-Virus. Manchmal ist weniger auch mehr.

Von Anja Carolina Siebel

Am Wald zu wohnen, das ist in diesen Tagen von unschätzbarem Wert. Und das Motto derzeit lautet deshalb auch: je mehr Wald, umso besser. Man hat ja nicht viel anderes. Die Freunde sind verstreut, in ihrer ganz eigenen Quarantäne, die Arbeit findet zu Hause statt, das Sport- und das Yogastudio haben geschlossen, das Schwimmbad ist dicht und die Patenkinder spielen im Garten.

Die Wohnung ist auch inzwischen blank geputzt. Die Klamotten sind aussortiert. Renoviert werden muss nichts. Aber da ist ja immer noch der Wald. Wie ein alter Freund wartet er morgens schon, dass ich eintrete. Und abends manchmal auch. Bewegung ist gut, das sagen ja sogar die Virologen, die zur Zeit ja sehr viel zu sagen haben.

An Wochenenden, da ächzt er schon mal etwas, der gute Wald. Das wird sicher auch an diesem Osterwochenende so sein. Denn dann fallen ganze Horden ein, zum Teil mit fremden Kennzeichen. Aber verständlich ist es ja. Denn sich eine kleine Stadtwohnung ohne Balkon oder Garten mit mehreren Leuten zu teilen, das kann Ausgangsbeschränkungen schon mal zur echten Herausforderung machen.

Abstand zu halten wird an solchen Tagen aber auch in bergischen Wäldern schwer. Und so muss an Ostern vielleicht eine Alternative her. Da wäre noch essen. Essen ist immer gut. Und wer vielleicht am Donnerstag oder heute keine Lust mehr hatte, sich in den Supermärkten herumzutreiben, findet sicher auch etwas Leckeres in der heimischen Gastronomie. Viele Restaurants bieten Liefer- und Abholdienste an – auch über Ostern.

Manchmal lohnt es sich auch, kreativ zu werden

Spazieren gehen, essen, ein gutes Buch lesen, entspannen. All das kann man ja durchaus noch machen. Und wem das alles nicht mehr reicht, der kann sich immer noch engagieren. Für eine der vielen Hilfsorganisationen zum Beispiel, die sich im Zuge der Corona-Krise gegründet haben. Einkaufen gehen für ältere, nicht mehr so mobile Menschen, Masken nähen oder anderswie kreativ werden. Die entschleunigte Zeit lädt geradezu dazu ein, mal zu sich zu kommen und vielleicht sogar ein paar Pläne zu schmieden für „danach“, für später, wenn Einiges mehr wieder möglich ist.

Möglicherweise wird es ja schon Ende April oder Anfang Mai wieder mehr Möglichkeiten geben, sich zu beschäftigen. Wenn beispielsweise kleinere Geschäfte wieder geöffnet haben oder das eine oder andere Restaurant. Vielleicht ein Sportstudio. Aber man weiß es eben nicht. Und das kann manchmal ganz schön anstrengend sein. Dieses „Wann denn nun?“ und „Was denn dann?“ darf man sich im Grunde gar nicht fragen.

Viel besser ist es, sich an dem zu erfreuen, was nun mal ist. Und das geht auch zu Hause ganz gut. In den eigenen vier Wänden. Oder eben im Wald. Wenn er schon mal da vor der Tür so geduldig und täglich auf einen wartet.

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