Wählen kann nur, wer auch daheim bleibt

Das stand vor 25, 50, 75 und 100 Jahren im RGA

Remscheid -wey- 1996 „Gegen die Stimmen der Grünen wurde beschlossen: Für die Golfsport-Anlage Hackenberg soll die Verwaltung den Aufstellungsbeschluß zum Bauleitverfahren einleiten“, weiß der RGA am 17. September vor 25 Jahren zu berichten. Ein möglicher Lenneper Golfplatz wurde damals heiß diskutiert – und schien zum Greifen nah. Daraus geworden ist bekanntlich nichts, Remscheid kam aber trotzdem noch zu „seinem“ Golfplatz, wenn auch auf Umwegen. Wenige Jahre später ging es auf der Anlage in Dreibäumen zwischen Hückeswagen und Wermelskirchen los. Und deren Betreiber ist die Dohrmann Golfplatz AG – mit Sitz in Remscheid. 1971 Apropos Lenneper Bauprojekte: Am 18. September vor 50 Jahren berichtet der Tüpitter auf einer ganzen Seite über den bevorstehenden Start des Lenneper Krankenhauses: „350-Betten-Haus in Lennep steht kurz vor seiner Eröffnung“. Verwaltungsdirektor und Chefarzt kommen ausführlich zu Wort um die Vorzüge der Einrichtung, die optisch ein wenig an die Beton-Bausünden im touristisch aufstrebenden Mallorca erinnert, zu preisen. Keine 35 Jahre später war dann schon wieder Schluss. 1946 Die bevorstehenden Gemeindewahlen am 13. September beschäftigten das Amtliche Mitteilungsblatt am 18. September vor 75 Jahren. Wahlleiter Mebus lässt mitteilen, dass es inzwischen zu spät ist, sich ins Wählerverzeichnis eintragen zu lassen. Und dass keine Wahlscheine vorher ausgegeben werden: „Wahlberechtigte, die sich am Wahltage außerhalb ihres Wohnortes aufhalten, haben keine Möglichkeit, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.“ Die Briefwahl wurde nämlich erst 1957 in Deutschland eingeführt. Am Ende kamen SPD (27,8 Prozent) und CDU (26,6) auf ähnliche Ergebnisse. Die FDP erhielt 20,3 Prozent der Stimmen. Und die KPD 21,7. 1921 Welche Bedeutung demokratische Grundwerte wie freie Wahlen haben, zeigt ein Blick in der RGA vom 17. September vor 100 Jahren, wo eine kurze Meldung knapp verkündet, dass die „hiesige Ortspolizei“ eine andere Zeitung für die Zeit vom 17. bis zum 20. September verboten hat. Die „Bergische Volksstimme“, das Organ der kommunistischen Partei, hatte einen Artikel aus der „Roten Fahne“ übernommen, was ihr zum Verhängnis wurde. Die Fahne war 1918 als Zeitung des Spartakusbundes gegründet worden und später an die KPD übergegangen. Ihre ersten Schriftleiter waren übrigens Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.

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