Von Hexen, die gegeneinander kämpfen, und neugierigen Jungs

„Das Haus an der Ecke mit der Hexe darin“ hat Nicole Rensmann bei Book on demand selbst herausgegeben. Foto: Peter Klohs
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„Das Haus an der Ecke mit der Hexe darin“ hat Nicole Rensmann bei Book on demand selbst herausgegeben.

Nicole Rensmann legt neuen Roman vor – Schauplatz ist ein Gruselhaus, das in Lennep steht

Von Peter Klohs

„Doch Geschichten und Geschichten, und Hexen gibt es nicht.“ So endet der Prolog im neuen Roman der Remscheiderin Nicole Rensmann mit dem schönen Titel „Das Haus an der Ecke mit der Hexe darin“.

Erzählt wird die fantastische Geschichte von Pete und seinem Freund Jo, die sich nach einer Flucht vor rauflustigen Mitschülern an der Straßenecke wiederfinden, an der ein Haus steht, in dem – so sagt man – eine Hexe wohnen soll. Und die Jungen sehen sie sogar. Ein junges und schönes Mädchen. Und dann, wenige Sekunden später, eine Etage tiefer: „Ein dunkles Wesen, schwarz wie die Nacht, die Form wie ein gleichschenkliges Dreieck mit ausgefransten Rändern, der Kopf ein Gewirr aus schwarzen Fäden.“ Der Anblick der Figuren macht etwas mit den Jungs.

Die Leser wissen durch die zweite Ebene bereits mehr als die Jugendlichen, was den Reiz der Geschichte anhebt: Da gibt es nicht nur eine Hexe, nein, gleich deren zwei, Vivet und Moriet, die sich, vorsichtig formuliert, nicht mögen und gegeneinander kämpfen. Es scheint so, als würden die Hexen etwas in den Jungen erkennen. . .

Nicole Rensmann beschreibt in ihrem Roman, der in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts spielt, ein weites Feld zwischen Jugenderinnerungen, spannenden Geschehnissen, Unheimlichen und überraschender Auflösung. „Ich weiß nicht, zu welchem Genre dieser Roman gehört“, sagt sie. „Ich schreibe fantastische Literatur, die manchmal Fantasy- oder Horrorelemente enthält, dann wieder Science-Fiction ist.“

Das Haus, von dem im Roman die Rede ist, gibt es wirklich, und auch das Gerücht, in ihm lebte eine Hexe, entspricht der Realität. Rensmann hat dies so in ihrer eigenen Jugend in Lennep, genauer: am Hasenberg, erfahren. Deshalb schrieb sie das Buch zunächst in der Ich-Form. „Aber ich merkte, dass die Geschichte auf Dauer einen Erzähler brauchte, und so erfand ich Pete.“

Der Roman ist mehr als 300 Seiten lang, nicht nur für Jugendliche geeignet und bei Book on demand erschienen. „Ach ja“, seufzt die Autorin, „die Verlage sind aktuell sehr zögerlich geworden, natürlich wegen Corona.“ Der Roman kostet 12,99 Euro.

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