Mein Leben als Papa

Vom Schlawanzuch und der faszinierenden Welt der Buchstaben

Können Sie die Zoogeschichte von Hannes entziffern? Dann tippen Sie diese doch ab und schicken Sie sie mir zu. Als Belohnung gibt es für einen Teilnehmenden ein signiertes Papa-Buch.
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Können Sie die Zoogeschichte von Hannes entziffern? Dann tippen Sie diese doch ab und schicken Sie sie mir zu. Als Belohnung gibt es für einen Teilnehmenden ein signiertes Papa-Buch.
  • Gunnar Freudenberg
    VonGunnar Freudenberg
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RGA-Redakteur Gunnar Freudenberg erzählt vom Alltag mit seinen Söhnen Hannes (7) und Michel (4).

In unserem Flur hängt ein Poster mit typisch bergischen Wörtern. Manche davon nutzen wir im Alltag tatsächlich. „Schlawanzuch“, „fusselich“ oder „Ääpelschlot“ zum Beispiel. Wir sind eben einfach bergisch. Im Moment allerdings achten meine Frau und ich ein bisschen mehr auf unsere Aussprache – gerade für mich als oller Nuschelkopp gar nicht so einfach.

Der Grund dafür trägt den Namen Hannes, ist Erstklässer und lernt gerade das Schreiben und Lesen. Nach welcher Methode Kindern das am besten beigebracht werden soll, ist seit jeher ein emotionales Streitthema. In Hannes’ Schule setzt man auf die oft kritisierte Methode „Schreiben nach Gehör“, die eigentlich „Lesen durch Schreiben“ heißt. Die Kinder sollen sofort viel schreiben. Das macht Hannes. Und zwar gerne.

Für ihn ist die Welt der Buchstaben zum Glück total spannend und faszinierend. Vor dem Einschlafen spielt er gerne mit mir das „ABC der Sportmannschaften“. Er beginnt mit Aachen, ich mache mit Bremen weiter und lasse Hertha BSC bei C gelten. Er könnte stundenlang weiterspielen. Bei seiner Klassenlehrerin ist er längst bekannt als jemand, der immer eine Sportmannschaft parat hat, wenn ein neuer Buchstabe behandelt wird. Beim Buchstaben „P“ konnte er zuletzt mit dem amerikanischen Verein Pittsburgh Penguins prahlen.

Abends nach der Arbeit werde ich manchmal zu seinem Sekretär. Dann setzt er sich zu mir an den Rechner und schreibt Geschichten. Er diktiert beziehungsweise buchstabiert – und ich tippe. Anfangs war es wirklich ein Ratespiel, die Wörter zu entziffern. Inzwischen aber bin ich einfach nur erstaunt, wie verständlich er schon schreiben kann. Dass der „König“ in seiner Zoogeschichte zum „Könech“ wird oder „neugierig“ zu „neugirech“ – tja, das liegt eben vor allem an der bergischen Ausdrucksweise seiner Mitmenschen. Und die werde ich auch künftig nicht komplett verleugnen. Beim nächsten „ABC-Spiel“ abends im Bett werde ich ganz sicher wieder einen Schlawanzuch tragen.

gunnar.freudenberg@rga.de

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