Vom Dichtungsband bis zur PV-Anlage

Aktionstage im Allee-Center: So können Sie Energie sparen

Sabine Papendick (2. v. r.) lädt zusammen mit Tobias Schönhals, Dorothee Biehl und Eva-Maria Michael von der Caritas zu den Aktionstagen zum Thema Energiesparen ein. Die notwendigen Hilfsmittel haben sie gleich mitgebracht.
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Sabine Papendick (2. v. r.) lädt zusammen mit Tobias Schönhals, Dorothee Biehl und Eva-Maria Michael von der Caritas zu den Aktionstagen zum Thema Energiesparen ein. Die notwendigen Hilfsmittel haben sie gleich mitgebracht.

Nächste Woche gibt es Aktionstage von EWR und Caritas im Allee-Center.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Die Aktion wirkt wie maßgeschneidert für die derzeitige Situation mit ihren hohen Energiepreisen - und ist doch schon eine schöne Tradition, wie es Stadtwerke-Pressesprecher Klaus Zehrtner sagt. Bereits seit 2014 kooperiert die Stadtwerke-Tochter EWR mit der Caritas, um gerade Haushalten mit geringem Einkommen beim Stromsparen zu helfen. Kommende Woche gibt es dazu wieder zwei Aktionstage im EWR-Servicecenter im Allee-Center. Die angesichts der derzeitigen Situation eine besondere Brisanz haben.

Ziel der beiden Aktionstage am Mittwoch und Donnerstag, 22. und 23. Juni, sei es, die ganze Bandbreite möglicher Energiesparmaßnahmen vorzustellen, berichtet Sabine Papendick, Leiterin des EWR-Servicecenters. Vom einfachen Dichtungsband für wenige Euro, das hilft, Heizkosten zu sparen, bis zur Photovoltaikanlage mit Stromspeicher.

Jeweils von 10 bis 16 Uhr sind Informationsstände zu verschiedenen Themen aufgebaut, daneben gibt es die Möglichkeit zu individuellen Beratungsgesprächen. „Da kann gerne jeder einfach vorbeikommen“, so Papendick. Um Wartezeiten zu vermeiden, bestehe aber auch die Möglichkeit, über die Internetseite der EWR Termine zu vereinbaren.

Caritas informiert über Spar- und Fördermöglichkeiten

Mit dabei ist dann auch die Remscheider Caritas, seit acht Jahren Partner der EWR bei der Aktion Stromsparcheck. Empfänger staatlicher Transferleistungen wie Hartz IV, Wohngeld oder Kindergeldzuschlag bekommen hier auf ihre Situation zugeschnittene Hinweise, wie sie Energie und damit Geld sparen können. „Wir gehen in die Haushalte und schauen uns die Situation vor Ort an“, berichtet Tobias Schönhals, der das dreiköpfige Team technisch anleitet.

Erfahrungsgemäß würden schon kleine Maßnahmen viel bringen, sagt Schönhals. Die dafür notwendigen Hilfsmittel bringen die Berater der Caritas gleich mit, kostenfrei dank einer Förderung des Landes NRW. Das können abschaltbare Steckdosenleisten, Zeitschaltuhren und Wasserspar-Duschköpfe sein. Oder auch ein Hydrometer, das hilft, besser zu lüften und so effizienter zu heizen.

Alte Geräte verbrauchen zu viel Strom

Einen noch größeren Hebel gebe es allerdings bei den Elektrogroßgeräten, sagt Tobias Schönhals: „Es kommt vor, dass wir auf Kühlschränke treffen, die noch Made in West-Germany sind.“ Diese mehr als 30 Jahre alten Geräte würden auch schon mal 1000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauchen, moderne blieben hingegen unter 150. Bei durchschnittlichen Kosten von 35 Cent je Kilowattstunde eine jährliche Ersparnis von rund 250 Euro.

Kühlschrank und Co.: Wer kann welche Fördermittel bekommen?

Für Haushalte mit niedrigem Einkommen gibt es bis zu 300 Euro Fördermittel für die Anschaffung energieeffizienter Kühlschränke. Auch dazu berät das Team der Caritas. Aber auch für andere Bereiche stehen Fördermittel zur Verfügung, betont Sabine Papendick, vom E-Bike bis zum Wäschetrockner. Welches Programm von wem wie genutzt werden kann, auch das sei ein Thema bei den Aktionstagen kommende Woche.

Dass das Thema-Energiekosten die Menschen derzeit umtreibt, davon berichten Sabine Papendick und Tobias Schönhals unabhängig voneinander. Entsprechende Anfragen ans EWR-Servicecenter hätten zugenommen, sagt Papendick. Und Schönhals spricht von einer „sehr starken Nachfrage“ beim Stromsparcheck.

Preisschock: Unbedingt das Gespräch suchen

Und das Thema gewinne noch weiter an Bedeutung, prophezeit Caritas-Sozialarbeiterin Dorothee Biehl: „Da rollt eine Welle auf uns zu, spätestens im Herbst.“ Auch Haushalte, die heute noch halbwegs mit ihrem Geld auskämen, könnten enorme Probleme bekommen, wenn die Nachzahlungen kommen, so Biehl. Wichtig sei dann, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern das Gespräch mit dem Energieversorger und Beratungsstellen wie der Caritas zu suchen. Und zu prüfen, ob einem nicht vielleicht doch staatliche Unterstützung zusteht.

Erste Tipps zum Energiesparen:

- Fenster richtig abdichten

- abschaltbare Steckdosenleisten

- Zeitschaltuhren

- Wasserspar-Duschköpfe

- alte Geräte durch neue tauschen

Aktionstage im Allee-Center

Die Aktionstage finden am Mittwoch, 22., und Donnerstag, 23. Juni, von 10 bis 16 Uhr im EWR-Servicecenter im Allee-Center (Zugang über die Treppe gegenüber „Rituals“) statt.

Kontakt zum Stromsparcheck der Caritas gibt es per Telefon, (0 21 91) 49 11 49), oder E-Mail: t.schoenhals@caritasverbandremscheid.de

Um prüfen zu können, ob man Anspruch auf staatliche Leistungen hat, hat die Caritas ein eigenes Online-Portal entwickelt: www.caritasnet.de/das-steht-dir-zu/ueberblick

Dazu auch: Stadt will etwas tun - Kampf gegen hohe Strom- und Heizkosten

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