Volkslieder und Bach-Kantaten erfüllen das Gotteshaus

Benefizkonzert in St. Suitbertus bringt 450 Euro für Hochwasseropfer

Von Sabine Naber

Zu einem Benefizkonzert zugunsten der Hochwassergeschädigten in Remscheid ist am Samstagabend in die Katholische Kirche St. Suitbertus am Remscheider Markt eingeladen worden. Der Regionalkantor Dieter Leibold und die Ennepetaler Musikschullehrerin Susanne Filler hatten für dieses Konzert ein abwechslungsreiches Programm mit Musik für Blockflöte, Orgel und Gesang zusammengestellt.

Mit einem Volksliederbereich begann es, im Mittelpunkt aber standen Johann Sebastian Bachs Triosonaten, die ursprünglich für nur einen Spieler konzipiert wurden. „Sie sind für drei Stimmen an der Orgel angelegt, heute aber übernimmt die Flöte eine Stimme“, erklärte Leibold, der auf viele gemeinsame Konzerte mit Susanne Filler zurückblickt. Wunderbar klang es, als die Kirchenkantate von Bach, basierend auf dem Lied „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ von Georg Neumark, erklang.

Zu Beginn erklangen von der Empore herab Volksweisen und moderne Kompositionen unterschiedlicher Komponisten. Beispielsweise „Keinen Tag soll es geben“, für das Uwe Seidel den Text und Thomas Quast, Komponist Neuer Geistlicher Lieder und im Hauptberuf Richter am Landgericht Köln, die Musik geschrieben hatten. Filler und Leibold sangen entweder im Wechsel oder im Duett die tröstlichen Worte, die gut zur Flutkatastrophe passten: „Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst, niemand ist da, der mir die Hände reicht.“ Die Lieder „Lege deine Sorgen nieder“, „Dir, Gott, will ich vertrauen“ oder „In der Stille angekommen“ waren ebenfalls passend ausgesucht. Die Musikerin überzeugte durch ihre klare, ausdrucksstarke Stimme, die auch im letzten Winkel des Gotteshauses problemlos zu verstehen war. Dazu passte Leibolds dunklere, warme Stimme ausgezeichnet.

Erhard Günther, Diakon im Ruhestand, hatte die rund 20 Zuhörenden begrüßt und wünschte den Menschen, die durch das Hochwasser geschädigt wurden, Zuversicht. Er las das Gebet „In Gottes Händen“, das der Kabarettist Hans Dieter Hüsch – er wird auch als frommer Poet vom Niederrhein tituliert – auf Grundlage des Psalms 23 geschrieben hatte. Darin heißt es: „Sei mir ein starker Fels, damit ich wieder festen Boden unter den Füßen finde. Sei mir eine feste Burg.“ Zum Abschluss stiegen Filler und Leibold von der Empore herab und der Kantor begleitete die Musikerin am Klavier.

An Spenden kamen in diesem wundervollen Konzert 450 Euro zusammen, die ohne Abzug an die Fluthilfe Remscheid weitergeleitet werden.

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