Umbau

VHS: Gesundheitskurse ziehen hier zuerst ein

Aus zwei mach eins: Zwei Räume wurden mittels eines Durchbruchs zu einem großen umgebaut. Hier werden künftig Gesundheitskurse und Sprachtestprüfungen abgehalten. Hausmeister Dominik Hüls (l.), VHS-Leiterin Nicole Grüdl-Jakobs und der städtische Gebäudemanager Thomas Judt beim Rundgang. Foto: Roland Keusch
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Aus zwei mach eins: Zwei Räume wurden mittels eines Durchbruchs zu einem großen umgebaut. Hier werden künftig Gesundheitskurse und Sprachtestprüfungen abgehalten. Hausmeister Dominik Hüls (l.), VHS-Leiterin Nicole Grüdl-Jakobs und der städtische Gebäudemanager Thomas Judt beim Rundgang.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Umbau in den Allee-Arkaden soll im April beendet sein – Rund 1000 VHS-Schüler werden hier künftig unterrichtet.

Remscheid. Handwerkerfahrzeuge reihen sich auf der Alleestraße aneinander wie Perlen auf einer Kette. Aus der Tür zum Treppenhaus der Allee-Arkaden wuchten gerade zwei Glaser eine neue Scheibe auf einen Rollwagen. Während ein Maler im zukünftigen Raum für Integrationskurse Raufaser-Tapete unter der Lichtkuppel klebt, wird im Nebenraum Teppich ausgerollt. Es riecht nach frischer Farbe und Filzteppich auf der Rolle. Hier und da fehlen Deckenplatten und geben tiefe Einblicke in die Verkabelung. Der Umbau der 1100-Quadratmeter-Etage für die Volkshochschule in den Allee-Arkaden ist in vollem Gange. Zehn Mann aus drei Gewerken packen an: Maler, Trockenbauer, Gas-Wasser-Installateure.

Ende des Monats soll der erste Bauabschnitt, sprich die vorderen Unterrichts- und Kursräume, übergeben werden, erklärt Hausmeister Dominik Hüls. Der zweite soll im April folgen. Hier befindet sich der Verwaltungstrakt. Um die beiden Flächen miteinander zu verbinden, wurde bereits ein Durchbruch geschaffen. So wurden aus zwei Räumen ein großer gemacht: Auf dem neuen, hellen PVC-Boden werden künftig Gesundheitskurse abgehalten. Und samstags Sprachtestprüfungen. 30 Prüflinge können künftig gleichzeitig daran teilnehmen.

Nebenan ist ein behindertengerechtes WC geschaffen worden, das nun sogar eine Lichtkuppel hat. Auch eine Garage für Kinderwagen gibt es. Praktisch: Mütter, die zu den Integrationskursen kommen, können per Aufzug quasi direkt zum Kursraum hochfahren. Der Ausblick: wahlweise auf die Allee oder auf die Kuppel der Arkaden hinten raus.

Die Architektur der künftigen VHS-Dependance ist interessant: lange Flure und Räume, Räume, Räume. Die Etage wird flankiert von zwei Treppenhäusern und drei Aufzügen. Hier, direkt an der Alleestraße, gibt es nun genügend Platz für die Sprach- und Weiterbildungskurse der VHS.

Denn die beiden jetzigen Standorte, die ehemalige Schule und Flüchtlingsunterkunft Hölterfeld sowie das Weiterbildungskolleg Bökerhöhe, platzen aus allen Nähten. Kurse müssen begrenzt oder geteilt werden. An der Bökerhöhe werden die Lehrgänge zum Mittleren Schulabschluss abgehalten, in Hölterfeld die Integrations- und Sprachkurse, deren Teilnehmerzahlen sich seit 2015 mehr als verdoppelt haben. Auch die Abendkurse, die bislang am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung untergebracht sind, werden sukzessive in die Arkaden umziehen. Mit rund 1000 Belegungen die Woche rechnet Nicole Grüdl-Jakobs, Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums, zu dem auch die VHS gehört. In der Woche werden in den neuen Räumen Integrationskurse samt Kinderbetreuung, Schulabschlusskurse, Weiterbildungskurse sowie Entspannungs- und Sprachkurse stattfinden. Auch am Wochenende werden die Räume belebt: Dann finden Kurse für Firmen, Kita-Personal und des Bürgerkollegs statt.

„Dafür brauchen wir ja nur Matten.“

Nicole-Grüdl-Jakobs, über das Einrichten des Raums für Gesundheits- und Entspannungskurse

Für das Sommerprogramm, das zum 1. Juni startet, sei der neue Standort fest eingeplant. „Wir überlegen aber aktuell, ob wir die Prüfungsvorbereitungskurse nicht schon Anfang März hier an den Start bringen könnten“, erklärt Grüdl-Jakobs. Die Gesundheitskurse seien ansonsten diejenigen, die zuerst in der Innenstadt starten könnten. „Dafür brauchen wir ja nur Matten.“

Denn aktuell müssen noch Möbel bestellt werden: 130 Tische und 250 Stühle, zudem Schränke. „Jetzt, da ich den Bodenbelag noch einmal sehe, denke ich, dass wir graue Tische nehmen“, sagt Nicole Grüdl-Jakobs zu Gebäudemanager Thomas Judt während eines Rundgangs mit dem RGA. 45 500 Euro sind für die Ausstattung eingeplant. „Es geht nun darum, ob alles ausgeschrieben werden muss oder nur ein Teil“, erklärt die Leiterin des Bildungszentrums. Der Umbau selbst sei in die Miete eingerechnet worden, erklärt Judt. Für zehn Jahre hat die Stadt die Etage gemietet.

Acht Whiteboards will Grüdl-Jakobs nun zeitnah bestellen, zudem ziehen die Großbildmonitore aus der Bökerhöhe mit um. Auch einer aus dem Dienstleistungszentrum wird an der Allee montiert. Ein Beamer soll aus dem eigenen Budget angeschafft werden.

Standort-Vorteil

Die VHS zentralisiert mit dem Umzug ihren Bereich Sprach- und Weiterbildung an der Allee. Das Gebäude ist durch die zentrale Lage nicht nur besser erreichbar, sondern die Stadt füllt hier auch einen Leerstand. Mit dem Umzug erhoffen sich alle Beteiligten eine Belebung der unteren Alleestraße.

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