Regionalwettbewerb

„Jugend musiziert“: Vier Teilnehmer, vier erste Plätze

Großartiges Ergebnis de MKS-Schülerinnen und Schüler beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert (v.l.): Ines Budic, Vincent Plagemann, Ceren Vural. Auf dem Foto fehlt Noah Valentin Alic. Foto: Michael Schütz
+
Großartiges Ergebnis de MKS-Schülerinnen und Schüler beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert (v.l.): Ines Budic, Vincent Plagemann, Ceren Vural. Auf dem Foto fehlt Noah Valentin Alic.

Schülerinnen und Schüler der Musik- und Kunstschule waren erfolgreich beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“.

Von Sabine Naber

Remscheid. „Großartig, dass ihr teilgenommen und uns so erfolgreich vertreten habt. Wir sind stolz auf euch“, bedankte sich Nicole Grüdl-Jakobs, die Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums, zu dem auch die Musik- und Kunstschule (MKS) gehört, bei den vier Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Leverkusen in diesem Jahr dabei waren. Und alle einen ersten Platz erreicht haben.

Zum ersten Mal hatte Vincent Plagemann teilgenommen. Der Neunjährige spielt seit drei Jahren Geige, wird von Friederike Frericks unterrichtet. „Ich habe nicht gedacht, den ersten Preis zu kriegen. Denn ich mache schon mal Fehler. Aber ich übe fast jeden Tag“, sagt er. Und verrät, dass Stargeiger David Garrett sein großes Vorbild ist.

Das Niveau beim Regionalwettbewerb ist sehr hoch

„Vincent ist sehr fleißig“, wird er von seiner Lehrerin gelobt. Das Niveau sei beim Regionalwettbewerb in NRW enorm hoch. Deshalb könne man nur sehr gute Schülerinnen und Schüler dorthin schicken. Und wie großartig er sein Instrument beherrscht, das zeigte er mit einem Rondo von Ferdinand Küchler, das er auch beim Wettbewerb gespielt hatte. Und auch für Nachwuchs ist schon gesorgt. Denn Vincents Bruder Benjamin (5) – er lernt in der MKS Klavier – hat sich nach dem tollen Erfolg seines großen Bruders fest vorgenommen, sich auch mal einen ersten Preis beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ zu erspielen.

Ines Budic und Ceren Vural, beide sind 15 Jahre alt, haben als Gesangsduo teilgenommen. „Ines unterrichte ich schon seit sechs Jahren im Fach Gesang, Ceren lernt bei mir erst seit sechs Monaten Blockflöte“, erzählt Musiklehrerin Astrid Ruckebier. Als sie Ines zum ersten Mal habe singen hören, da habe sie sich gleich gewünscht, dass sie auch in ihren Jugendchor „Voices“ geht. Dort hatte Ines dann auch Ceren kennengelernt. „Weil sie eine so gute Stimme hat, haben wir immer vom Blockflötenunterricht eine Viertelstunde Gesangsunterricht abgeknapst. Aber die beiden sind unterschiedlich weit, deshalb habe ich eigentlich gar nicht mit einem so guten Ergebnis gerechnet“, freut sich Astrid Ruckebier. Allerdings habe sie schon gleich nach dem Auftritt von Ines und Ceren das Gefühl gehabt, es könnte gereicht haben. „Ich fand es cool. Der Raum war gut, die Jury nett und beide sind ganz entspannt in den Wettbewerb gegangen.“

Das Gesangsduo hat sich mit seinem ersten Platz für den Landeswettbewerb am 22. März in Detmold qualifiziert. Was sie später beruflich einmal machen wollen, das wissen beide zurzeit noch nicht. Die Musik aber wollen sie weiter hobbymäßig betreiben. Auch sie gaben beim Treffen im Lernzentrum der MKS einen Einblick, was beim Wettbewerb von ihnen verlangt wurde. Sie sangen erst einen Pop-Song, dann ein klassisches Stück aus einer Mozart-Oper.

In der Wertung „Alte Musik“ hatte Noah Valentin Alic (16) als Cembalist teilgenommen. Das Ensemble, in dem er spielt, ist überregional zusammengesetzt. Noah war der einzige Teilnehmer aus dem Bergischen Land. Helena Hübner unterrichtet ihn. Auch Noah wird am Landeswettbewerb teilnehmen. „Eigentlich lerne ich ja Klavier. Aber im Rahmen der Förderklasse wollte ich mit dem Cembalo auch mal was Neues ausprobieren. Und als es dann hieß, ein Ensemble in Deutschland braucht einen Cembalisten, da habe ich mitgemacht“, erzählt er.

Das Cembalo sei zwar dem Klavier ähnlich, vom Klang und vom Anschlag sei das Spielen aber etwas ganz anderes. Seinen großen Traum, mit der Musik einmal professionell auftreten und davon leben zu können, den habe er inzwischen ausgeträumt. „Die Musik soll aber meine Leidenschaft bleiben. Auch wenn ich nach dem Abitur im nächsten Jahr in Aachen Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften studieren werde“, erzählt Noah, dessen Lieblingspianist der Amerikaner Vladimir Sokolof ist.

Jugend musiziert

Das Gesangsduo Ines Budic und Ceren Vural und auch Vincent Plagemann wurden beim Regionalwettbewerb auf dem Klavier vom neuen MKS-Lehrer Dmitri Saladukha begleitet. Nehmen normalerweise 80 bis 100 Schüler teil, waren es in diesem Jahr nur vier. Laut Astrid Ruckebier lag es wohl daran, dass 2021 nur einen Videowettbewerb auf Landesebene angeboten wurde.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Direkt am Rathaus: Eine kleine Oase mitten in Lüttringhausen
Direkt am Rathaus: Eine kleine Oase mitten in Lüttringhausen
Direkt am Rathaus: Eine kleine Oase mitten in Lüttringhausen
Freibad Eschbachtal öffnet am Donnerstag mit Einschränkungen
Freibad Eschbachtal öffnet am Donnerstag mit Einschränkungen
Freibad Eschbachtal öffnet am Donnerstag mit Einschränkungen
23-Jähriger fährt ohne Führerschein
23-Jähriger fährt ohne Führerschein
23-Jähriger fährt ohne Führerschein
Ukraine-Hilfe: Yoga für den guten Zweck
Ukraine-Hilfe: Yoga für den guten Zweck
Ukraine-Hilfe: Yoga für den guten Zweck

Kommentare