Neuer Krankenhausplan

Versorgung für Patienten soll in Remscheid nicht schlechter werden

Das Sana-Klinikum erhält rund 965.000 Euro.
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Für Remscheid und seine Krankenhäuser, allen voran das Sana-Klinikum, soll sich möglichst wenig ändern. 

Das Land will den neuen Krankenhausplan bis Ende 2023 umsetzen. Kliniken müssen sich mit Krankenkassen einigen.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. In den kommenden Monaten wird die Klinik-Landschaft in NRW neu geregelt, bis etwa Ende 2023 wird der neue Krankenhausplan umgesetzt. Für Remscheid und seine Krankenhäuser, allen voran das Sana-Klinikum, soll sich aber möglichst wenig ändern. Das machte Geschäftsführerin Svenja Ehlers im Sozialausschuss deutlich.

„Für uns ist maßgeblich, dass wir das komplette Angebot, das wir derzeit vorhalten, behalten dürfen“, betonte Ehlers. Darauf arbeite man während des Verfahrens hin. „Und wir gehen davon aus, dass uns das gelingt.“

Ausgehend von einem Gutachten aus dem Jahr 2019 hat die NRW-Landesregierung im April einen neuen Krankenhausplan veröffentlicht. Der gibt zum einen die Bedingungen vor, nach denen ein Krankenhaus einen Versorgungsauftrag erhalten kann. Und regelt zudem die regionale Umsetzung anhand angenommener Bedarfe.

Bis zum 17. November müssten die Krankenhäuser die von ihnen gewünschten Versorgungsaufträge beantragen, erklärte Svenja Ehlers im Ausschuss. Danach folge eine sechsmonatige Verhandlungsphase mit den Kostenträgern, also den Krankenkassen. Komme es dabei zu keiner Einigung, schalte sich die Bezirksregierung ein.

Die Remscheider Krankenhäuser hätten vor, das gleiche Leistungsspektrum zu beantragen, das sie derzeit abbilden, sagte die Geschäftsführerin. Dafür erfülle man die Voraussetzungen, dafür bestehe in der Region der entsprechende Bedarf: „Ich bin fest davon überzeugt, dass Remscheid die volle Versorgung braucht.“ Neue Fachgebiete hinzuzunehmen, sei nicht geplant: „Wir spezialisieren uns da, wo wir bereits gut sind.“

Statt wie bisher in 22 Fachabteilungen unterteilt würden die Versorgungsaufträge nun etwas differenzierter in 32 Leistungsbereiche mit 64 Untergruppen vergeben, erklärte Ehlers. Das biete zusätzliche Chancen. So könnten sich bereits vorgenommene Spezialisierungen nun auch in einem Feststellungsbescheid niederschlagen, zum Beispiel der neonatologische Schwerpunkt der Kinderklinik.

Gleichwohl machte Svenja Ehlers klar: „Das Verhandlungsergebnis kann ich nicht voraussagen.“ Theoretisch könne es passieren, dass das Sana-Klinikum bestimmte Bereiche abgeben müsse. Stellvertretend für den Sozialausschuss sagte der Vorsitzende Jürgen Kucharczyk (SPD) den Remscheider Krankenhäusern Unterstützung zu: „Wir werden das durchstreiten, wenn wir das durchstreiten müssen.“

Passend zum Thema: Sana hat einen neuen Chefarzt

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