Verkürzte Mauer könnte Lösung sein

Wildkirsche muss vermutlich Kita weichen

Von Katharina Birkenbeul

Lennep Wenn die Genehmigung für eine verkürzte Mauer kommt, bleibt die Wildkirsche. Von dieser neuen Entwicklung wurden die Mitglieder der Bezirksvertretung Lennep (BV) gestern überrascht. Eigentlich waren sie davon ausgegangen, dass sie der Fällung des geschützten Laubbaumes zähneknirschend zustimmen müssen, daraufhin schlug der Investor – die Stadtsparkasse Remscheid – aber einen neuen Plan vor.

Das Problem: Die zu fällende Wildkirsche steht auf dem Gelände der neu zu errichtenden Kindertagesstätte Hackenberg. Die Mauer, die die Kita von der Grundschule und der daneben befindlichen Kita der Elterninitiative abtrennen soll, müsste aufgrund der Länge des Gebäudes zu nah an den Baum gebaut werden, so dass dieser nicht mehr ausreichend Platz hätte. Das bedeutet, dass die Wildkirsche gefällt werden müsste. Die Lösung wäre, die Mauer zu verkürzen und stattdessen den betreffenden Bereich aufzuböschen, erklärte der Bauleiter der Stadtsparkasse, Jörg Böing. Allerdings fehle dafür die notwendige Genehmigung. Und das ist ein weiteres Problem. Denn aufgrund der Gehölzschonzeit darf die Kirsche nur noch bis Ende Februar – also nur noch bis Sonntag – gefällt werden, und bis dahin muss der Genehmigung für die verkürzte Mauer stattgegeben werden. Kommt die Genehmigung nicht, darf die Kirsche gefällt werden. Denn die BV, „die guten Willens ist, schnell mit dem Kita-Bau zu beginnen“, hat der Beschlussvorlage, die die Fällung vorsieht, mit sechs Stimmen dafür und vier Stimmen dagegen stattgegeben. „Wir sind da in einer Zwickmühle. Die Kita ist wichtig, aber wir wollen an sich auch den Baum schützen“, so Rolf Haumann (Grüne), Vorsitzender der BV Lennep.

Dass erst jetzt über den Verbleib der Wildkirsche abgestimmt wurde, lag daran, dass der Baum bei der Vermessung des Geländes vergessen wurde. Wieso das passieren konnte, ist Böing unklar.

Der Bau der Kindertagesstätte neben der Grundschule Hackenberg soll bald starten. „Zum genauen Zeitplan kann ich noch nichts sagen“, sagte Böing. Für den Träger, die Awo Elterninitiative Remscheid, wird die Stadtsparkasse Remscheid die viergruppige Kindertagesstätte mit 80 Plätzen für U3 und Ü3 errichten.

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