Verkehrskonzept

Planer wollen möglichst viele Autos aus der Stadt verbannen

Chefstadtplanerin Christina Kutschaty und Christian Brexen von der Planersocietät (M.) führten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ihrem Planungsspaziergang durch die Innenstadt.
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Chefstadtplanerin Christina Kutschaty und Christian Brexen von der Planersocietät (M.) führten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ihrem Planungsspaziergang durch die Innenstadt.
  • Axel Richter
    VonAxel Richter
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Das bedeutet das neue Verkehrskonzept für die Remscheider Innenstadt.

Remscheid. Autos raus aus der Stadt. Das ist, zugespitzt, das Ziel, das Remscheids Stadtplaner für die Innenstadt verfolgen. Baudezernent Peter Heinze und Christina Kutschaty, Leiterin des Fachdienstes Stadtentwicklung, haben sich dafür die Planersocietät aus Dortmund an die Seite geholt. Die Verkehrsexperten sollen die Remscheider Innenstadt fit machen für die Mobilität der Zukunft. Und die ist aus Sicht moderner Stadtplanung vor allem eins: autoarm.

Was mit dem Verkehrskonzept zu erwarten ist, zeigte sich bei einem Spaziergang, zu dem die Verwaltung mit den Planern aus Dortmund eingeladen hatten. Vom Rathausplatz ging es über die Fastenrathstraße, über die Daniel-Schürmann-Straße und den Markt bis zum Bahnhof. Nur wenige Bürgerinnen und Bürger spazierten mit. Und einige von ihnen waren nicht zum ersten Mal dabei.

Karla Eller zum Beispiel hatte vor zwei Jahren schon einmal auf der oberen Allee gestanden, um am Übergang zur Fastenrathstraße über die für Fußgänger unglückliche Verkehrsführung zu diskutieren. Damals hieß der Spaziergang nicht so, sondern Fußverkehrs-Check und das Büro nicht Planersocietät, sondern Via. „Geschehen ist allerdings nichts“, sagt Karla Eller.

Auch die Planer aus Dortmund haben bisher vor allem Papier beschrieben beziehungsweise beschreiben lassen. 500 Fragebögen verteilten sie unter den Remscheidern. 20 Bürgerinnen und Bürger nahmen an einer Videokonferenz zur mobilen Zukunft Remscheids teil. Und dann werden noch Akteursgespräche geführt.

Am Ende des Prozesses will die Planersocietät der Stadt einen Vorschlag unterbreiten, wie der Verkehrsraum zwischen Wansbeckstraße / Elberfelder Straße, Hoch- und Freiheitstraße umgestaltet werden kann. Ende des Jahres oder Anfang 2023 „werden wir die Ergebnisse zur Diskussion stellen“, kündigte Bürochef Christian Brexen an.

„Zielsetzung ist eine autoarme Innenstadt.“ Das erklärte Chefstadtplanerin Christina Kutschaty mehrfach auf dem Weg über den Stadtkegel. Vom Fahrbahnrand verschwinden oder zumindest in geringerer Zahl dort parken sollen die Autos zum Beispiel in der Daniel-Schürmann-Straße. Die könnte so „zur attraktiven Wohnstraße werden“, erklärte Christian Brexen: „Mit viel Platz für Rollstuhlfahrende und Rollatorfahrende.“ Und wenig Platz für Autos.

Waltraud Bodenstedt, die für die Wählergemeinschaft WiR im Remscheider Stadtrat sitzt, durchkreuzte den Enthusiasmus der Planer. „Sollen die Leute ihre Autos danach unter die Decke hängen?“, fragte sie in die Runde und regte eine weitere Bürgerbefragung an: „Vielleicht sollte man mal die Anwohner fragen, was sie sich unter einer attraktiven Wohnstraße vorstellen.“

Mitmachen

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Stadt Remscheid. Unter dem Suchbegriff Verkehrskonzept Innenstadt finden sich eine Karte des Untersuchungsgebietes sowie der aktuelle Planungsstand und Infos über die weiteren Beteiligungsmöglichkeiten.

www.remscheid.de

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