„Damit kein Teller leer bleibt“

Spendenaktion: Vereine sammeln Nudeln, Mehl und Co. für die Tafel

Bettina Stamm, Frank vom Scheidt, Petra Köser und Fatih Ates (v. .) zeigen den Inhalt der Lebensmittelpakete.
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Bettina Stamm, Frank vom Scheidt, Petra Köser und Fatih Ates (v. .) zeigen den Inhalt der Lebensmittelpakete.

Mit Geldspenden sollen Lebensmittelpakete für die Remscheider Tafel finanziert werden.

Von Michelle Jünger

Remscheid. Eigentlich geht es bei der Remscheider Tafel vorrangig um Lebensmittelrettung. Doch der Bedarf ist höher denn je, und da will die Tafel auch weiter helfen, sagt der Vereinsvorsitzende Frank vom Scheidt.

Seit Beginn des Ukrainekrieges habe die Tafel einen Sprung nach oben erlebt, knapp 650 Personen gehören zu den wöchentlichen Kunden des Vereins. „Inflation und steigende Preise haben noch einen geringeren Einfluss auf den Zulauf als die Geflüchteten aus der Ukraine“, fügt vom Scheidt hinzu. Durch Unterstützung der Stadt und auch privaten Spenden konnten speziell trockene Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Zucker oder Mehl dazugekauft werden. Diese würden dringend benötigt, aber meist nur in geringen Mengen von den Läden an die Tafel abgegeben.

Petra Köser vom Verein Bergisch Land Hand in Hand und Fatih Ates vom Verein Time to Help möchten die Tafel genau an dieser Front unterstützen. Durch die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr kamen die beiden Vereine in Kontakt. Unter dem Slogan „Damit kein Teller leer bleibt“ sammeln sie nun Spenden, mit denen Lebensmittelpakete für die Tafel finanziert werden sollen. „Bei derselben Aktion in Haan haben wir schon zusammengearbeitet und über 300 Pakete abgegeben“, so Ates. Time to Help arbeitet nun bundesweit an Spendenaktionen wie dieser und ist froh, auch noch örtliche Vereine wie Bergisch Land Hand in Hand und die beiden kleineren Remscheider Vereinen Spektrum und Der Weg Initiative als Unterstützung mit dabei zu haben.

Für 7 Euro gibt es ein Paket, das Ziel sind 400 Stück

Für Remscheid werden Mehl, Zucker, Salz, passierte Tomaten und Nudeln eingeplant. 7 Euro stecken dann in einem Paket, das als Sachspende an die Tafel übergeben wird. „Das ist ein Betrag, der für viele erschwinglich ist. Auch kleine Beträge zählen“, sagt Petra Köser dazu. Und setzt gleich noch ein Ziel: 400 Pakete sollen zusammenkommen.

Die Pakete gehen dann nach der Übergabe wie gewohnt in den Verkauf der Tafel an den sieben Ausgabestellen. Die Kunden können so auf die Lebensmittel zurückgreifen, wenn sie sie benötigen. „Wir wollen außerdem darauf vorbereitet sein, wenn mehr Menschen wegen steigender Preise und Energiekosten zu uns kommen sollten“, fügt vom Scheidt hinzu.

Die Spenden werden vom 1. bis 30. September zentral auf dem Spendenkonto von Bergisch Land Hand in Hand gesammelt. Danach folgt der Großeinkauf oder auch die Großbestellung, das kann durchaus zwei bis drei Wochen dauern. Die Spendenübergabe soll voraussichtlich am 19. Oktober stattfinden. Weitere Infos zur Spendenaktion gibt es unter: www.bergischlandhandinhand.de oder
01 51 46 10 36 34

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