Deutsch-Indische Gesellschaft

Verein Plurismo führt die Arbeit fort

Setzt die Arbeit von Helma Ritscher fort: Marius Kurtz.
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Setzt die Arbeit von Helma Ritscher fort: Marius Kurtz.

Zum Ende des Jahres wird sich die Remscheider Zweigstelle der Deutsch-Indischen Gesellschaft (DIG) auflösen.

Von Sabine Naber

Remscheid. Zum Ende des Jahres wird sich die Remscheider Zweigstelle der Deutsch-Indischen Gesellschaft (DIG) auflösen. „Das ist ein trauriger Anlass, aber gleichzeitig freuen wir uns, dass diese Arbeit fortgeführt wird“, zeigt sich Stadtdirektor Sven Wiertz erleichtert, dass sich der Verein Plurismo bereiterklärt hat, einen Teil der wesentlichen Aufgaben der DIG zu übernehmen. Wenn auch in einem kleineren Rahmen als bisher.

Das außerordentliche Engagement und die nachhaltige Hilfe, die die Vorsitzende Helma Ritscher mit ihrem Team seit Jahrzehnten aus dem Bergischen für Indien geleistet hat, ist in 25 Ordnern und fünf Gästebüchern festgehalten. „Denn wir haben nicht nur Geld für Projekte wie eine Schule oder ein Frauenhaus gesammelt, sondern, ich bin auch regelmäßig in Indien gewesen, um den Fortschritt zu überprüfen und die Bedürfnisse der Menschen zu erkennen“, sagt Ritscher.

Sie hatte durch ein Schulprojekt, eine Projektwoche 2006 mit dem Lenneper Röntgen-Gymnasium, das Interesse der Schülerinnen und Schüler für die Dalit-Kaste in Indien geweckt. „Wir gaben unserer Gruppe die Überschrift ,Together in Friendship for Dalit’s Rights‘“, erinnert sich Marius Kurtz, Plurismo-Vorsitzender. Brieffreundschaften seien entstanden, nach dem Abitur habe man gemeinsam für den Bau der Baghwanala-Schule Spenden gesammelt. Aus diesem Schulprojekt wurde 2014 Plurismo gegründet. Zweck sei die Interkulturelle Förderung, der Kontakt zu Indien soll aufrechterhalten bleiben, die Kinder aus der Dalit-Kaste werden von Plurismo auch weiterhin unterstützt. Auch werden neue Projekte ins Auge gefasst. Beispielsweise sollen in Indien produzierte Hemden hier verkauft werden.

Während ihrer 30-jährigen Mitgliedschaft – seit 2005 als Vorsitzende – hat Helma Ritscher alles schriftlich festgehalten. Diese Unterlagen werden jetzt dem Remscheider Stadtarchiv übergehen. „Sie sind eine Botschaft“, sagt der Stadtdirektor. Gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren soll der Übergang in den Verein Plurismo am Freitag im Werkzeugmuseum begangen werden.

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