Treffen der Kreisgemeinschaft Sensburg

Verbundenheit zur ostpreußischen Heimat bleibt

Die Sensburger Kreisgemeinschaft kam zur Feierstunde im Berufskolleg an der Neuenkamper Straße zusammen. Foto: Michael Schütz
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Die Sensburger Kreisgemeinschaft kam zur Feierstunde im Berufskolleg an der Neuenkamper Straße zusammen.

Am Treffen der Kreisgemeinschaft Sensburg nahmen erstmals auch Mitglieder der Treuburger Kreisgemeinschaft teil.

Von Sabine Naber

Zum ersten Mal kamen auch die Mitglieder der Kreisgemeinschaft Treuburg (Ostpreußen) zur Feierstunde und dem anschließenden gemütlichen Beisammensein am Sonntagnachmittag beim 52. Treffen der Kreisgemeinschaft Sensburg im Berufskolleg an der Neuenkamper Straße.

In ihrer Begrüßung betonte Gudrun Froemer, Vertreterin der Kreisgemeinschaft (KG) Sensburg, wie sehr sie sich über den Besuch der Treuburger und der Gäste aus Nah und Fern freut.

„Wir wollen neue Wege mit anderen Kreisgemeinschaften gehen“, sagte Ronny Haase, Geschäftsführer der KG Treuburg, und erinnerte in der Feierstunde daran, dass Sensburg 1944 zunächst viele Flüchtlinge aus Treuburg aufgenommen hatte. Auch heute noch bestünde eine enge Freundschaft zwischen den Sensburgern und den Treuburgern. Vor allem aus den Erzählungen seiner Großmutter, die im Alter von 22 Jahren aus der Heimat flüchten musste, kenne er Ostpreußen. „Heute erinnert man sich gemeinsam, die Heimat wird an die Kinder weitervermittelt“, machte Haase deutlich. Nächstes Ziel der KG Treuburg: Auf ihrer Internetseite sollen alle Dörfer der alten Heimat vorgestellt werden.

Die Grußworte der Stadt und des Oberbürgermeisters überbrachte Bürgermeister David Schichel. „Er betonte, dass es ihn mit Stolz erfülle, dass die Kreisgemeinschaften hier zusammenkommen und so die Verknüpfung zwischen der alten und der neuen Heimat deutlich würde. „Ihre neue Heimat haben Sie in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich geprägt, aber auch an der alten festgehalten. Das beeindruckt mich. Seien Sie auch in Zukunft herzlich willkommen.“ Gerade heute seien Gedenkveranstaltungen enorm wichtig. Flucht und Vertreibung produziere unermessliches Leid, denn niemand würde seine Heimat gerne verlassen.

Georg Gregull hofft, dass der Stinthengst bald wieder schwimmt

„Eigentlich hatte ich nicht vor, mit meinen 86 Jahren noch öffentlich zu sprechen. Aber die Verbundenheit zu unserer Ostpreußischen Heimat hat mich bewogen, es heute dennoch zu tun“, so begann Georg Gregull (CDU), ehemals Mitglied des Landtages in NRW. Er erzählte, dass er in Reichenberg aufgewachsen sei und von den sagenumwobenen masurischen Seen erst im Alter von acht Jahren durch seine älteren Brüder gehört hatte. „Nach dem Kalten Krieg war ich dann aber zweimal in Masuren, meine Erwartungen wurden in Bezug auf die Schönheit der Natur erfüllt.“

Der Erhalt des Brauchtums und die Verbundenheit untereinander hätten die Kreistreffen geprägt, Sensburger aus ganz Deutschland würden anreisen. Gregull zitierte aus Siegfried Lenz Geschichte aus dem fiktiven Dorf Suleyken in Masuren, und veranschaulichte so die Beharrlichkeit, die den Sensburgern nachgesagt wird. Diese Beharrlichkeit wünscht sich Gregull auch mit Blick auf den Stadtparkteich: „Wir dürfen hoffen, unseren Stinthengst, der zurzeit noch auf dem Trockendeck im Remscheider Rathaus ist, bald wieder wassern zu können.“

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