Prozessauftakt vor dem Landgericht

Vater soll Tochter vergewaltigt haben

+

In seinem Prozess um die mutmaßliche Vergewaltigung seiner Tochter bestreitet ein 45 Jahre alter Angeklagter aus Remscheid die Vorwürfe.

Remscheid. Die Anklage gegen den Familienvater bezieht sich auf März 2015. Damals war die Tochter 17 Jahre alt. Zum Prozessauftakt Donnerstag vor dem Landgericht in Wuppertal erklärte der Mann: „Ich hab’ das nicht gemacht.“

Laut Anklage kam es zu der mutmaßlichen Tat am Morgen beim gemeinsamen Kuscheln im Bett. Der Mann habe seine Tochter aufgefordert, sich teilweise auszuziehen. Sie solle ihn im Intimbereich streicheln. Dem sei die 17-Jährige zunächst nachgekommen. Schließlich habe er sie festgehalten und gewaltsam weiter entkleidet. Dann habe er die Tochter vergewaltigt.

Im Prozess steht die Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten in Frage. Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann aufgrund einer psychischen Erkrankung schuldunfähig gewesen sein. Er müsse als gemeingefährlich auf Dauer in eine geschlossene Klinik eingewiesen werden. Ein vorläufiges, ärztliches Gutachten im Auftrag des Gerichts allerdings soll ergeben, dass der 45-Jährige wusste, was er tat. In dem Fall wäre er entsprechend zu bestrafen, wenn sich die Vorwürfe erweisen. Die Richter müssen das unabhängig prüfen.

Bis auf das Bestreiten der Vorwürfe schweigt der Angeklagte. Er kündigt an, er werde womöglich später etwas angeben. Seine Anwältin beantragt, zwei Angehörige zusätzlich als Zeuginnen zu laden: Sie sollen über das Familienleben berichten. Sie würden bezeugen, dass die damals 17-Jährige eine „besondere Nähe“ zu dem Vater gehalten habe – „weit über das gewöhnliche Maß familiärer Beziehungen hinaus“. Die Jugendliche hätte sich „ihm aufgedrängt“.

Die Anklage stammt aus 2016. Das Gericht verhandelt erst jetzt, weil es seit mehreren Jahren überlastet ist. Als erste Zeugin soll Freitag die Tochter als mutmaßliche Geschädigte aussagen. Sie wird von einer Anwältin beraten und vom sozialen Dienst der Justiz betreut. Das Gericht will während ihrer Aussage die Öffentlichkeit ausschließen, um die Frau zu schützen. Für den Mittag wird die Mutter im Zeugenstand erwartet. Das Landgericht hat vier weitere Verhandlungstage anberaumt. -dilo-

Weil er seine Frau (27) getötet haben soll, steht ein 43-Jähriger wegen Totschlags vor dem Wuppertaler Landgericht.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro
Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro
Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro
Einbrüche in Remscheid: Die Polizei sucht Zeugen
Einbrüche in Remscheid: Die Polizei sucht Zeugen
Einbrüche in Remscheid: Die Polizei sucht Zeugen
Wetterdienst warnt vor Sturm in der Nacht zu Donnerstag
Wetterdienst warnt vor Sturm in der Nacht zu Donnerstag
Wetterdienst warnt vor Sturm in der Nacht zu Donnerstag
Unfall: Flüchtiger wird nach Zeugenhinweisen angehalten
Unfall: Flüchtiger wird nach Zeugenhinweisen angehalten
Unfall: Flüchtiger wird nach Zeugenhinweisen angehalten

Kommentare