Politik

CDU ist uneins über den besten Vorsitzenden

Alexander Lampe (l.) ist Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung. Er wünscht sich Friedrich Merz als neuen CDU-Chef, Mathias Heidtmann soll künftig an der Spitze der Remscheider Christdemokraten stehen. Er würde Merz nicht wählen. Fotos: Roland Keusch
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Alexander Lampe ist Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung. Er wünscht sich Friedrich Merz als neuen CDU-Chef.
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Wirtschaftsvertreter würde Merz wählen – Designierter Parteichef ist für Laschet oder Röttgen.

Von Axel Richter

Alexander Lampe würde Friedrich Merz wählen. Mathias Heidtmann schwankt zwischen Armin Laschet und Norbert Röttgen. Und derjenige, der als Parteitagsdelegierter aus Remscheid tatsächlich über den künftigen CDU-Bundesvorsitzenden mitbestimmen darf, hat sich nach eigener Darstellung noch gar nicht festgelegt, wem er am Samstag seine Stimme gibt: „Ich halte alle drei Kandidaten für geeignet“, erklärte Jens Nettekoven, Noch-Vorsitzender der CDU-Vorsitzende, auf Nachfrage des RGA.

Dagegen muss Alexander Lampe, Vorsitzender der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT), nicht lange überlegen. „Hätte ich ein Stimmrecht, dann würde mein Votum ganz klar für Friedrich Merz ausfallen“, schreibt er in einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung.

Mathias Heidtmann soll künftig an der Spitze der Remscheider Christdemokraten stehen. Er würde Merz nicht wählen.

„In einer Krisensituation brauchen wir eine Führungsperson mit Wirtschaftskompetenz“, erklärt der Unternehmer. Darüber hinaus werde Merz das Profil der Christdemokraten schärfen, sagt Lampe. „Gerade wenn sich einige Parteien in der Mitte tummeln oder meinen, sie seien dort angesiedelt, ist es wichtig, dass jede Partei ein eigenständiges Profil hat. Sonst werden die Ränder gestärkt. Ich traue es Friedrich Merz am ehesten von den drei Kandidaten zu, dass sich insbesondere die bürgerlichen Wählerinnen und Wähler mit einem liberalen oder wertkonservativen Profil wieder stärker bei der Union heimisch fühlen.“ Außerdem: „Sollte der neue Parteivorsitzende auch später Kanzler werden, dann brauchen wir jemanden, der mit Macron, Putin, Biden und anderen auf Augenhöhe sprechen kann.“ Mit der Karriere des millionenschweren Managers, mit dem mancher in der CDU fremdelt, hat Lampe keine Probleme: „Für mich ist es ein gutes Zeichen, wenn jemand durch eigenen Fleiß und durch eigene Leistung zu Wohlstand kommt.“

„Keiner der drei Kandidaten ist ja eine Katastrophe.“
Mathias Heidtmann, CDU

Das Bauchgefühl von Mathias Heidtmann, der Jens Nettekoven an der Spitze der Remscheider CDU nachfolgen soll, ist dagegen nicht bei dem Kandidaten aus dem Sauerland. „Wäre ich Delegierter und dürfte ich mitwählen, wäre ich mir unsicher zwischen Laschet und Röttgen“, sagt er. Beiden traue er am ehesten zu, die verschiedenen Lager und Positionen in der CDU zusammenzuführen.

„Letztlich entscheidet aber Jens Nettekoven“, sagt Mathias Heidtmann und sieht der Entscheidung gelassen entgegen: „Keiner der drei Kandidaten ist ja eine Katastrophe.“

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