Hilfsverein

Ukrainer sind dankbar für Schmetten-Café

Beim Begegnungscafé gibt es nicht nur Kaffee und Brötchen für die Geflüchteten, sondern auch Beratung von Petra Köser (r.).
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Beim Begegnungscafé gibt es nicht nur Kaffee und Brötchen für die Geflüchteten, sondern auch Beratung von Petra Köser (r.).
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Treffen samt Beratung alle 14 Tage.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Die Kinder klimpern auf dem Klavier, im Raum mischen sich ukrainische und deutsche Wörter, während Petra Köser vom Hilfsverein Bergisch Land Hand in Hand gerade einer geflüchteten Frau erklärt, mit welchem Dokument sie zu welcher Behörde gehen muss. Olexander Bilous holt sich derweil noch einen Kaffee und ein Schinkenbrötchen ab und schon kommen die nächsten Frauen rein, die freudig umarmt werden. Das offene Begegnungs- und Beratungsfrühstück in der Denkerschmette ist längst zum Treffpunkt für die ukrainische Szene in Remscheid geworden.

Alle 14 Tage mittwochs öffnet Maximilian Süss dazu von 10 bis 12 Uhr die Denkerschmette und sorgt auch gleich für Getränke. „Hilfe von A bis Z“ erhalten die Geflüchteten hier, erklärt Robert Köser, der gemeinsam mit seiner Mutter den Hilfsverein führt. Papiere, die die Stadt auf Deutsch verschickt, übersetzen die Kösers auf Englisch oder per Smartphone-Übersetzer auf Ukrainisch. Sie bringen auch schon mal einen Wasserkocher aus ihrem Lager mit. Und beantworten alle Fragen rund um Krankenkasse, Jobcenter & Co., während die Foodsharer Lebensmittel bringen. „Die Atmosphäre hier ist gut. Es ist sehr wichtig, dass wir uns untereinander austauschen können. So merkt man, dass man nicht alleine ist mit seinen Problemen“, lobt Alexander Bilous das Angebot.

Für ihn, seinen Sohn und die Katze hat Petra Köser gerade eine Wohnung am Kremenholl gefunden. Auch zwei weiteren Familien aus der Ukraine hat sie ein Dach über dem Kopf besorgt. Aktuell sucht sie dringend eine Wohnung für eine vierköpfige Familie.

Und weiterhin eine große Halle, die zentral in Remscheid liegt. Denn die in Hückeswagen ist zu klein geworden. Außerdem möchte der Verein ein Hilfszentrum aufbauen, in dem Sachspendenlager, Büro, Beratung und mehr unterkommen. „Wir haben eine ukrainische Lehrerin dabei, die Sprachkurse anbieten würde. Und einen Automechaniker“, sagt Köser. „Wir sind keine Eintagsfliege, wir machen weiter. Aber in dieser Sache bräuchten auch wir einmal dringend Hilfe.“

Nächste Begegnungscafés: 10. und 24. August, 10 bis 12 Uhr, Denkerschmette, Kippdorfstraße 27

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