Ukraine: 572 Menschen sind angekommen

Seniorenbeirat befasste sich mit Kriegsfolgen

Von Frank Michalczak

572 Menschen aus der Ukraine sind mittlerweile in Remscheid registriert worden. Tendenz: weiter steigend. Dies berichtete Sozialdezernent Thomas Neuhaus an diesem Donnerstag den Mitgliedern des Seniorenbeirats. Sie befassten sich nach einer Anfrage der CDU-Ratsfraktion mit der Situation älterer Menschen aus dem Kriegsgebiet. „Leben denn schon Geflüchtete in der Turnhalle Hölterfeld?“, wollte Jutta Wilke, Sprecherin der Senioren Union im Beirat, wissen.

Derzeit hätten die allermeisten in der Lenneper Unterkunft an der Wülfingstraße und in Wohnungen im Stadtgebiet ein Dach über dem Kopf gefunden, erklärte Thomas Neuhaus. „Die Turnhalle ist noch nicht an den Start gegangen. Wir halten sie aber für den Fall vor, dass wir kurzfristig keinen anderen Wohnraum mehr zur Verfügung stellen können“, führte er aus.

Viele Geflüchtete seien „Frauen jungen und mittleren Alters“, die oftmals mit ihrem Nachwuchs die Flucht ergriffen hatten. So lasse sich der hohe Jugendanteil erklären: 40 Prozent aller Geflüchteten seien unter 18 Jahre alt, derzeit also rund 230.

Die Gruppe der geflüchteten Senioren sei in Remscheid deutlich kleiner. Die Verwaltung zählte bislang 23 Personen aus der Ukraine, die über 65 Jahre alt sind. „Das ist ein vergleichsweise geringer Anteil,“ bilanzierte Neuhaus, der auf die gute Gesundheitsversorgung in Remscheid verwies.

Unbürokratische Versorgung mit Gesundheitskarte

Vor einigen Jahren hatte das Rathaus für Geflüchtete die Gesundheitskarte eingeführt, mit der sie sich bei Ärzten in Behandlung begeben können. Das sei heute auch für die Menschen aus der Ukraine viel unbürokratischer. „Zuvor hatten sie bei der Verwaltung einen Krankenschein beantragen und sich mit ihm an das Gesundheitsamt wenden müssen, das dann die medizinische Dienstleistung zu genehmigen hatte“, erläuterte Neuhaus.

Ohnehin seien die Behörden und Hilfsorganisationen bestrebt, die Flüchtlinge individuell zu unterstützen. „Wir haben unter den Geflüchteten ein Kind mit schweren Behinderungen“, nannte der Dezernent ein Beispiel. „Da ist es uns sehr wichtig, dass wir eine barrierefreie Wohnung finden.“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Nach DOC-Aus: So plant Remscheid jetzt in Lennep
Nach DOC-Aus: So plant Remscheid jetzt in Lennep
Nach DOC-Aus: So plant Remscheid jetzt in Lennep
Verliert das Häuschen in Remscheid bald an Wert?
Verliert das Häuschen in Remscheid bald an Wert?
Verliert das Häuschen in Remscheid bald an Wert?
Galvanik-Betrieb: 640 Lkw-Ladungen verseuchte Erde
Galvanik-Betrieb: 640 Lkw-Ladungen verseuchte Erde
Galvanik-Betrieb: 640 Lkw-Ladungen verseuchte Erde
Corona: Weiterer Todesfall in Remscheid - Maskenpflicht in städtischen Einrichtungen entfällt
Corona: Weiterer Todesfall in Remscheid - Maskenpflicht in städtischen Einrichtungen entfällt
Corona: Weiterer Todesfall in Remscheid - Maskenpflicht in städtischen Einrichtungen entfällt

Kommentare