Uganda: Förderverein freut sich über neue Unterkunft

Das Personal vor dem Neubau im Health Centre in Kamukongo. Foto: OCAOF
+
Das Personal vor dem Neubau im Health Centre in Kamukongo. Foto: OCAOF

Gesundheitszentrum von „Our Children Our Future“ in Kamukongo wurde um einen Neubau erweitert

Von Andreas Weber

Lennep Das Health Center des Remscheider Fördervereins „Our Children Our Future“ (OCAOF) in Uganda ist um eine Erweiterung reicher. Die Unterkunft für die drei medizinischen Mitarbeiterinnen konnte Anfang August bezogen werden. Bedingt durch Corona-Pandemie und landesweiten Lockdown in dem ostafrikanischen Land hatte sich die Erstellung um ein paar Monate verzögert. „Dies stellt eine wesentliche Erleichterung dar“, freut sich Dr. Volker Peinke.

Der Lenneper Mediziner im Ruhestand ist seit fünf Jahren jährlich für ein paar Wochen vor Ort. Das Gesundheitszentrum in Kamukongo/Bbaala ist Teil einer von „Our Children And Our Future“ seit 2003 breit aufgestellten Hilfe rund um die Bezirksstadt Masaka, das mit einem Haus für Aids-Waisen startete, und auch Schulen und Berufsausbildung beinhaltet.

Zum einen haben diese jetzt eine für die örtlichen Verhältnisse moderne Unterkunft. Zum anderen entfallen Wege zum Arbeitsplatz, die in Uganda je nach Wetter beschwerlich sein können. Die neue Unterkunft verfügt über eine Solaranlage, die den Strombedarf abdeckt, zum anderen die Stromversorgung im Zentrum stabilisiert. Dort bestand ein vermehrter Bedarf nach Elektrizität, bedingt insbesondere durch das Ultraschallgerät, aber auch durch die Nutzung von PCs, um Patientendaten besser archivieren zu können. Ferner wird in der Unterkunft Regenwasser in einer Zisterne gesammelt, so dass die Wasserversorgung besser geworden ist. „Ich bin froh, dass ein Netzwerk von sehr guten Freunden spendenreich zur Seite stand, so dass dieses Projekt schnell abgeschlossen werden konnte“, stellt der 68-jährige Peinke fest.

Der bergische Entwicklungshelfer hat sein Preisgeld bei der Verleihung des Remscheider Bürgerpreises 2020 (500 Euro) als Grundlage genommen, um damit eine kleine Küche für Patienten einrichten zu können. „Hiermit können Angehörige für unsere stationär aufgenommenen Patienten direkt vor Ort kochen“, erklärt Peinke.

Außerdem läuft „Chapati für Kamukongo“. Die von Deutschland unterstützte Aktion hilft bedürftigen, meist alleinerziehenden Müttern und ihren Kindern mit einer kleinen Ausstattung an Lebensmitteln und Seife. In Zeiten von Corona sei dies notwendig, meint Peinke, da die Mobilität in Uganda sehr eingeschränkt ist und jegliche Unterstützung fehlt, oder die Möglichkeit, die Früchte der Feldarbeit auf den Markt zum Verkauf zu bringen. „Nicht zu reden vom Fehlen der Käufer, die viel weniger Geld haben“, fügt der Arzt hinzu.

Die Lage in Uganda beschreibt Volker Peinke aus der Distanz als „unübersichtlich“. Im Land werde nur wenig getestet. „Aber ugandischen Zeitungen ist zu entnehmen, dass die Epidemie in der Region, die wir versorgen, angekommen ist und zunehmend von Todesfällen berichtet wird“, drückt Dr. Peinke seine Besorgnis aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Die Vergessenen aus dem Morsbachtal
Die Vergessenen aus dem Morsbachtal
Die Vergessenen aus dem Morsbachtal
Feuerwehr rüstet nach Hochwasser auf - Neues Fahrzeug vom Land
Feuerwehr rüstet nach Hochwasser auf - Neues Fahrzeug vom Land
Feuerwehr rüstet nach Hochwasser auf - Neues Fahrzeug vom Land
Corona: Ab Freitag gilt Inzidenzstufe 1 - Ärzte impfen nur wenige Kinder
Corona: Ab Freitag gilt Inzidenzstufe 1 - Ärzte impfen nur wenige Kinder
Corona: Ab Freitag gilt Inzidenzstufe 1 - Ärzte impfen nur wenige Kinder
Alpakas an der Leine sind der Hingucker auf dem Wanderweg
Alpakas an der Leine sind der Hingucker auf dem Wanderweg
Alpakas an der Leine sind der Hingucker auf dem Wanderweg

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare