Typhus: 1946 pilgerten die Bürger schon einmal zu den Impfstellen

Das stand vor 25, 50, 75 und 100 Jahren im Remscheider General-Anzeiger

-ric- 1996 Der Kaufhof verschwindet. Zu Jahresbeginn schlagen die Abbruchbagger ihre Zähne in das Gebäude auf der unteren Allee. Zuvor wird aufgeräumt. Bäume, der „Stuhl der Kreuzblume“ des Künstlers Anatal, müssen Platz machen. Die Einkaufsmeile wird zur Baustraße. Bis Ende März soll der vordere Teil des Gebäudes verschwinden. Danach wird neu gebaut. Anstelle des Kaufhofes residiert dort bald Sinn-Leffers, bis auch das Gebäude zur Einzelhandelsruine wird. Seit mehr als zehn Jahren steht das Modehaus heute leer.

1971 Die Remscheider diskutieren den Bau einer Gesamtschule. Im Jahr zuvor hat der Stadtrat eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen. In Scharen pilgern die Lehrer ins westfälische Kierspe, wo kurz zuvor eine der ersten Gesamtschulen des Landes gegründet worden war. Insbesondere junge Pädagogen halten das dreigliedrige Schulsystem aus Gymnasium, Real- und Hauptschule längst für überholt. Dennoch kommt die neue Schule in Remscheid nur langsam voran. 1978 gründet sich die Remscheider Gesamtschulinitiative. Doch es dauert bis ins Jahr 1986, ehe mit der Albert-Einstein-Schule die erste Gesamtschule in Remscheid eröffnet. Heute ist die Schulform so beliebt wie nie. Insbesondere muss die zweite Gesamtschule, die Sophie-Scholl-Gesamtschule, in jedem Jahr bis zu 80 Kinder ablehnen.

1946 Wer kann, schützt sich gegen Typhus und lässt sich impfen. Der Tüpitter veröffentlicht die Termine: In Lennep, Lüttringhausen, Alt-Remscheid werden die Bürger zur Teilnahme aufgerufen. Typhus ist zur damaligen Zeit eine ernste Gesundheitsbedrohung. Die Remscheider erscheinen deshalb in großer Zahl in den Impfstellen.

1921 Nicht erst seit heute nutzen dunkle Gestalten die Zeit zwischen den Tagen und steigen in fremdes Eigentum ein. Im Januar vor 100 Jahren berichtet der Tüpitter über einen Einbruch in das Warenhaus Tietz in der Blumenstraße. Die Diebe hatten ein Tor überstiegen und waren dann „mittels einer Leiter durch ein eingeschlagenes Fenster in das Gebäude eingedrungen“. Anders als die Einbrecher, die rund um den Jahreswechsel 2020/2021 unter anderem in die Stadtbibliothek und das Hotel Restaurant Villa Paulus eingestiegen waren, machten die bösen Buben damals reiche Beute. Zwischen 20 000 und 30 000 Mark fielen ihnen damals in die Hände. Der durchschnittliche Monatslohn lag damals bei 132 Mark.

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