Tuchmuseum zeigt Quilts als Kunstobjekt

Jochen Hüttemanns Quilts sind am Sonntag im Lenneper Tuchmuseum zu sehen. Er sagt: „Ich bin Textiler durch und durch.“ Foto: Michael Schütz
+
Jochen Hüttemanns Quilts sind am Sonntag im Lenneper Tuchmuseum zu sehen. Er sagt: „Ich bin Textiler durch und durch.“ Foto: Michael Schütz

Jochen Hüttemann präsentiert neue Ausstellung mit textilen Exponaten

Von Sabine Naber

Lennep Skurrile, meist lustig bunte Typen begegnen den Besuchern zurzeit im Tuchmuseum. Beispielsweise der Mann mit Hut und schlechtem Gewissen. Oder auch die Herren Fabrikanten, die in die Luft gehen, und auch der Hausmeister, der alles sieht, ist vertreten.

„Blickwechsel“ hat Jochen Hüttemann seine Ausstellung überschrieben. Der Künstler zeigt seine Quilts hier nicht als Gebrauchsgegenstand, sondern in der Kunstform. Menschen werden durch Gesichter dargestellt, die den Betrachter frontal ansehen. Und so entsteht der Blickwechsel zwischen Werk und Betrachter. Alle Arbeiten sind in den vergangenen zwei Jahren entstanden: „Mit einem kleinen Schmunzeln und etwas farbenfroher als meine früheren Quilts“, sagt Hüttemann, der sich seit vielen Jahren mit textilen Materialien, dem Weben und Quilten beschäftigt. Gemeinsam mit dem klassischen Quilt haben die neuen Arbeiten, dass auch sie aus drei Lagen bestehen, die durch Stiche – per Hand oder der Maschine – verbunden sind. „Sie sind komplett recycelt, bestehen überwiegend aus alten, weißen Betttüchern oder Hemden. Ich färbe und bedrucke sie, dann nähe oder appliziere ich etwas darauf“, sagt Hüttemann. Und bezeichnet das arbeitsintensive Quilten als seine Leidenschaft.

Bei jedem seiner Quilts probiert er etwas Neues aus, arbeitet je nach Größe des Kunstwerkes 40 bis 100 Stunden daran. „Es ist ein ständiger Prozess und jede meiner Ausstellungen steht unter einem bestimmten Thema“, sagt Hüttemann, der zum vierten Mal im Tuchmuseum ausstellt.

Wenn der Betrachter genau hinguckt, dann würde er oftmals noch das Muster des alten Damasts erkennen. Beim Blick auf einige seiner Werke, beispielsweise „Der lange Weg zur heimischen Sonne“, ist zu erkennen, dass Hüttemann auch das klassische Handquilten mit etwas kräftigerem Garn beherrscht. „Ich bin Textiler durch und durch. Im Mittelpunkt steht bei mir immer der Mensch mit seinem Tun und Sein“, fasst er zusammen.

Am morgigen Sonntag wird die Ausstellung im Lenneper Tuchmuseum an der Hardtstraße um 14 Uhr eröffnet. Noch bis zum 30. August sind die Quilts zu sehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Rasender Motorradfahrer gefährdet sich und andere
Rasender Motorradfahrer gefährdet sich und andere
Rasender Motorradfahrer gefährdet sich und andere
Die Badesaison in Remscheid startet am Samstag - Bis 18 ist der Eintritt kostenlos
Die Badesaison in Remscheid startet am Samstag - Bis 18 ist der Eintritt kostenlos
Die Badesaison in Remscheid startet am Samstag - Bis 18 ist der Eintritt kostenlos
Trio überfällt 58-jährigen Remscheider wegen Nacktvideos
Trio überfällt 58-jährigen Remscheider wegen Nacktvideos
Trio überfällt 58-jährigen Remscheider wegen Nacktvideos
Kündigungen am Sana-Klinikum: Lösung für „50 plus X“ Mitarbeiter deutet sich an
Kündigungen am Sana-Klinikum: Lösung für „50 plus X“ Mitarbeiter deutet sich an
Kündigungen am Sana-Klinikum: Lösung für „50 plus X“ Mitarbeiter deutet sich an

Kommentare