Lennep

Trockenblumen auf großer Fahrt

Rentnerin Hilde (l.) möchte gerne auf die Kreuzfahrt, ihre Freundin Ayse ist der Umweltschutz wichtiger.
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Rentnerin Hilde (l.) möchte gerne auf die Kreuzfahrt, ihre Freundin Ayse ist der Umweltschutz wichtiger.

„Alman an Board?“ in der Welle.

Von Elisabeth Erbe

Remscheid. Sie sind wieder da: Hilde alias Marcia Golgowsky und Ayse alias Lilay Huser präsentierten am Freitagabend in der Welle ihr neues Kabarettprogramm „Alman an Board?“. „Heute ist ein besonderer Tag. Heute vor 10 Jahren traten die Trockenblumen das erste Mal in der Welle auf“, sagte Welle-Chef Michael Schiffer.

Das deutsch-türkische Duo hatte diesmal nicht die typischen Vorurteile im Fokus. Thema ihrer Kleinkunst waren Klimakatastrophen und Umweltschutz. Dafür demonstrierte Ayse gleich zu Beginn, während Hilde nach Kreuzfahrten Ausschau hielt. „Spiel dich nicht so auf, du Öko-Terroristin“, mahnte Hilde, die ihre Rente am liebsten auf dem Schiff verbringen würde.

Ayse wehrte sich gegen eine Reise auf dem Umweltsünder. Doch beim klimaneutralen Kreuzfahrtschiff „Gildagreen“, ohne Plastikgeschirr und mit vegetarischen Restaurants, sagte sie schließlich zu. Mit dem Lied „Leinen los, letʼs go“ stimmten sie sich und das Publikum auf die Reise ein.

Bevor sie die Reise antraten, gingen sie das Schiffsprogramm zu Hause durch. Sie lösten Escape-Room-Aufgaben, erfanden das Meeres-Müllschlucker-Lied und ließen die singende Säge erklingen. Während eines Hula-Hoop-Tanzes erzählte Ayse über ihre verflossene Liebe aus Jugendtagen. Danach schlüpfte Hilde in ein hautenges Gold-Kostüm und sang „Goldketten James und Hilde, da geht was“. Das Publikum sang beim Heidi-Song sofort mit und hatte sichtlich Spaß mit dem Duo.

Trockenblumen verabschieden sich mit einem Augenzwinkern

Die Grande Dame genossen die Zeit auf der Bühne, hüpften und tanzten umher. Als die Reise endlich anstand, mussten sie zu Hause bleiben. „Verdammtes Virus“, schimpften sie mit einem Zwinkern. „Freche, alte Frauen, ganz schön unverschämt, bleiben ungezähmt“, lachten sie.

Das Duo hätte mehr Publikum als die knapp 30 Gäste verdient. Zum Schluss plädierten die Trockenblumen für mehr Dankbarkeit, Achtsamkeit und gute Laune.

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