Konzert

Trio führt das Publikum musikalisch vom Barock bis in die Moderne

Oliver Gier, Katja Machan-Gier und Zsofia Orlishausen, v.l., überzeugten das Publikum im Werkzeugmuseum. Foto: Michael Schütz
+
Oliver Gier, Katja Machan-Gier und Zsofia Orlishausen, v.l., überzeugten das Publikum im Werkzeugmuseum.

MKS and friends im Deutschen Werkzeugmuseum.

Von Peter Klohs

Dass sich die außergewöhnlichen Räumlichkeiten des Deutschen Werkzeugmuseums in Hasten besonders gut für Konzerte eignen, bewies am Freitagabend ein kammermusikalisches Trio in der Besetzung Konzertharfe, Flöte und Gitarre. Die Veranstaltungsreihe „MKS and friends im DWM“ kann zur Zeit nur unter Coronabedingungen durchgeführt werden, was knapp 40 Besuchern einen Sitzplatz garantiert. Mehr Besucher sind aktuell nicht gestattet. So gesehen war das DWM am Freitag ausverkauft.

Die Musik- und Kunstschule Remscheid (MKS) garantiert seit Jahren hohe musikalische Qualität. Das Trio mit Katja Machan-Gier (Flöte), Oliver Gier (Gitarre) und Zsofia Orlishausen (Harfe) zeigte dies deutlich auf und hatte ein Programm mit Musik aus Barock bis zur Moderne mitgebracht.

Mit Variationen über das im Barock sehr beliebte Lied „La Folia“ ging es los. Die immer gleiche Basslinie wird von wechselnden Solostimmen umrankt, die mal unisono, mal getrennt verlaufen. Die Stimmung und das Tempo bleiben dabei immer moderat.

Die aus Ungarn stammende Harfenistin Zsofia Orlishausen freute sich besonders, mit Ferenc Farkas einen Komponisten aus ihrem Heimatland vorstellen zu können. Die Harfenistin glänzte atmosphärisch und spieltechnisch mit einer Harfe-Solo-Aufführung des ersten spanischen Tanzes „Oriental“ von Enrique Granados. Sehr dicht und auf einem schmalen Grad zwischen Melancholie und Traurigkeit spielte sie den Tanz. Das Publikum lauschte still.

Mit Nicholas Ng, einem australischen Komponisten, erklang auch die Musik eines noch lebenden Tonkünstlers (geboren 1979), dessen in vier Abschnitte eingeteiltes „Poppies and Spice“ die Probleme von asiatischen Menschen in Australien behandelt.

Abschließend spielte das Trio englische Tanzmusik aus dem 17. Jahrhundert, wobei besonders das langsame „She rose and let me in“ überzeugte. Und bei der Zugabe zeigten die drei Musikanten noch auf, dass Simon and Garfunkel ihren Hit „Scarborough Fair“ nicht selbst geschrieben haben. Es ist eine altenglische Melodie aus einer im Norden gelegenen Hafenstadt.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Eventgarten auf dem Schützenplatz startet mit Schlager in Open-Air-Saison
Eventgarten auf dem Schützenplatz startet mit Schlager in Open-Air-Saison
Eventgarten auf dem Schützenplatz startet mit Schlager in Open-Air-Saison
Corona: Inzidenz bleibt in Remscheid niedrig - Land überweist 200.000 Euro für Kinder
Corona: Inzidenz bleibt in Remscheid niedrig - Land überweist 200.000 Euro für Kinder
Corona: Inzidenz bleibt in Remscheid niedrig - Land überweist 200.000 Euro für Kinder
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
In dieser Telefonzelle gibt es viele Seiten: Awo weiht Bücherbox ein
In dieser Telefonzelle gibt es viele Seiten: Awo weiht Bücherbox ein
In dieser Telefonzelle gibt es viele Seiten: Awo weiht Bücherbox ein

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare