Trio beschert 90 beswingte Minuten

Hauchten den 50er-Jahren mit viel Humor wieder neues Leben ein: Die Sweethearts im Rotationstheater. Foto: Doro Siewert
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Hauchten den 50er-Jahren mit viel Humor wieder neues Leben ein: Die Sweethearts im Rotationstheater.

Die Sweethearts unterhielten ihr Publikum im Rotationstheater aufs Beste

Von Peter Klohs

Lennep „Herzlich willkommen in der vorweihnachtlichen Wirtschaftswunderzeit“, begrüßte Annette Praktisch, Sängerin des Trios „Die Sweethearts“ das gut zwei Dutzend Köpfe zählende Publikum am Samstagabend im Rotationstheater. Gitarrist, Sänger und Chef des Trios, Klaus Saubermann, schnallte sich die Gitarre um, Martin Modern an der akustischen Bassgitarre war auch bereit, schon ging es los: Die Show „Swing, Glöckchen, Swing“ verband gekonnt den „typischen“ Sound der 50er-Jahre des vorigen Jahrhunderts mit altbekannten internationalen Weihnachtsliedern.

Der Sound der Band ist durch die zwei Instrumente plus Gesang etwas minimalistisch, aber Humor, Spielfreude und wechselnde Rhythmen machen das locker wett. Gut neunzig Minuten unterhielten die Sweethearts im Theater, variierten zwischen Twist, Cha-Cha-Cha und Rumba, schauspielerten sich durch kleine Sketche, die durch Loriot und Heinz Erhardt bekannt geworden sind (Das Viereinhalb-Minuten-Ei, das Jodel-Diplom), erzählten Anekdoten von sich und bekannteren Autoren (Hanns Dieter Hüsch) und verbreiteten gute Laune, soundmäßig irgendwo zwischen Conny Francis, Hazy Osterwald und Gerhard Wendland. „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ hätte mit seinem mitreißenden Swing durchaus manche Big Band in den 50ern berühmt machen können, das Zitronatdinkelstaubplätzchen wurde vorgestellt, Marilyn Monroe mit „Santa Baby“ ein musikalisches Denkmal gesetzt und auch die große Ella Fitzgerald bedacht („Sleigh Ride“). Außer dem bitterbösen Adventsgedicht von Robert Gernhardt, das im Publikum für ebenso viel Gelächter wie Schnappatmung sorgte, herrschte unbekümmerte gute Laune vor.

„Let it snow“, das Rentier Rudolph sowie der schöne Weihnachtsmann (Im Original „Schöner fremder Mann“ von Conny Francis) wurden auf wohltuende Weise mit einer Prise Swing versehen und mit einer kleinen Verbeugung in Richtung Unbeschwertheit dargeboten.

Es war neunzig Minuten Wohlfühlen angesagt, und die Pandemie mag bleiben, wo sie ist: draußen. Schön auch das auf einem kazoo-ähnlichen Blasinstrument gespielte Solo von Annette Praktisch bei „Rockin’ around the Christmas Tree“ und das von den Herren stoisch dargebrachte „Doo-Wop“ in „Jingle Bells“. Das Winter-Wunderland beendete den offiziellen Teil, der nach starkem Beifall noch mit einer Zugabe erweitert wurde.

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