Verkehr

Polizei zeigt auf der Trasse Präsenz

Die Polizisten Stephan Keller (l.) und Michael Wenner (r.) helfen Karin Gödtke aus Hückeswagen mit ihrem Fahrradhelm. Foto: Doro Siewert
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Die Polizisten Stephan Keller (l.) und Michael Wenner (r.) helfen Karin Gödtke aus Hückeswagen mit ihrem Fahrradhelm.

Von Kölner Verhältnissen ist der Fahrradverkehr in Remscheid noch weit entfernt. Und die Remscheider Radler noch weit von der radfahrerischen Dreistigkeit vieler Kölner. Doch die Zahl der Verkehrsteilnehmer auf zwei Rädern nimmt zu.

Von Axel Richter

Dazu tragen die Elektroräder bei. „Entfernungen von 30, 40 Kilometern sind für die Fahrer kein Problem mehr“, sagt Michael Bartsch, Chef des Bereiches Verkehrsunfallprävention/Opferschutz im Polizeipräsidium Wuppertal.

Mit seinen Kollegen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis stand der Polizist deshalb am Dienstag auf der Balkantrasse in Bergisch Born. Ziel: Die Radfahrer zu besonnenem Fahren und zur Rücksichtnahme motivieren. Noch einige Male rückt die Polizei in den kommenden Wochen zu solchen Präventionsgesprächen aus. Sie macht aber auch keinen Hehl daraus, dass sie die Raser auch mit Druck zur Räson bringen will.

Anlass dafür gibt es. Das zeigt ein Blick in die Statistik. Die Radfahrstreifen, die auf Remscheider Stadtgebiet erstmals 2014 in den Sattel stiegen, stellten 20 Verwarngelder, 15 Zahlkarten und 30 Anzeigen wegen einer Ordnungswidrigkeit aus. Nicht nur Radfahrer waren die Adressaten, doch auch sie machen Fehler und sei es nur, dass sie sich falsch kleiden, auf den Helm verzichten oder auf eine Lichtquelle. Folge: Sie werden leicht von anderen übersehen. 14 Radfahrer kamen 2014 deshalb zu schaden in Remscheid, im ersten Halbjahr 2015 waren es 5.

Radfahrer rechnen nicht unbedingt mit anderen Verkehrsteilnehmern

Auf der Balkantrasse operieren die Radstreifen von Lennep und Wermelskirchen aus. Zu tun bekommen sie es mit Fahrern, die unangenehm auffallen, aber auch mit achtlosen Skatern, Fußgängern und Hundehaltern.

„Sie alle haben unterschiedlichen Interessen“, weiß Michael Bartsch. Das führt zu Konflikten. Wobei nach Erfahrung der Polizei etlichen Radfahrern gar nicht mal klar ist, dass das Asphaltband, das von Lennep über Wermelskirchen bis Burscheid, nach Leverkusen und weiter reicht, auch von anderen Verkehrsteilnehmern betreten werden darf.

Das ist aber so. Denn das Verkehrzeichen ist eindeutig. Bei dem Trassennetz im Bergischen, das mittlerweile nahezu geschlossen ist, handelt es sich um einen gemeinsamen Rad- und Fußweg. Und schon gar nicht um einen rechtsfreien Raum.

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