Bühne

Traditionen sind langweilig, also müssen neue her

René Steinberg gastierte in der ausverkauften Klosterkirche.

Endlich wieder Steinberg-Stimmung. René Steinberg gastierte am Mittwochabend in der Klosterkirche und sorgte für ein ausverkauftes Haus. Mit dem Programm „Ach du Fröhliche“ nahm der bekannte Comedian weihnachtliche Marotten ins Visier. „Wir reden über Traditionen, aber Public Viewing auf dem Weihnachtsmarkt geht gar nicht“, gestand er. Was sich für ihn 2022 persönlich geändert hatte? „Endlich kann man sich wieder persönlich treffen“, freute er sich, „das ist das erste Weihnachtsfest, wo wir mit allen wieder feiern können. Wer freut sich?“ Verhaltene Stimmung, mit der Steinberg gerechnet hatte. Ach, was war das schön, dass man sich zurückziehen konnte, ohne schlechtes Gewissen zu haben.

Steinberg setzte auf Interaktion und band seine Zuschauer ins Programm mit ein. Immer wieder fragte er nach weihnachtlichen Traditionen, nach dem Lieblingsessen an Heiligabend oder Geschenken. „Ich wünsche mir eine Handtasche“, rief eine Besucherin aus dem Publikum. „Ach, weil du noch keine hast, oder?“, witzelte Steinberg.

Das neue Programm schreibt sich mit dem Publikum von selbst

Am liebsten würde der Comedian neue Traditionen einführen. „Ich wünsch mir eine adventliche Asia-Pfanne“, sagte er. Und warum die Weihnachtsmärkte nun Wintermärkte heißen? „Weil man einen Wintermarkt auch nach Weihnachten noch öffnen kann. Süßer die Kassen nie klingeln“, bilanzierte er. Traditionen haben ihre Geschichte. Grillen im Sommer, Federweißer und lange Spaziergänge im Herbst, die Martinsgans im November und im Dezember dann endlich Zeit für Spekulatius.

Welche Traditionen die Gäste noch kennen, fragte er. „Das Oktoberfest“, rief spontan ein Besucher gen Bühne und Steinberg schrieb die Idee sofort auf. „Und die fünfte Jahreszeit“, rief erneut jemand aus den Reihen. „Danke, das Programm für das nächste Jahr schreibt sich hier praktisch von alleine“, freute er sich. Aber eine fünfte Jahreszeit in Lennep? „Ich trau euch ja vieles zu, aber Karneval in Lennep“, hinterfragte er und bekam sofort Kontra. Lennep sei eine Hochburg des Karnevals, hieß es. Und wieder notierte Steinberg die Informationen in sein schlaues Buch. Mit geistreichen Anekdoten, umgeschriebenen Melodien und der ständigen Interaktion mit dem Publikum sorgte Steinberg zwei Stunden lang für beste Unterhaltung. -erb-

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