Tourneetheater bietet Liederabend

Matthias Knaab und seine Mitstreiter präsentierten einen Liederabend im Westdeutschen Tourneetheater. Foto: Roland Keusch
+
Matthias Knaab und seine Mitstreiter präsentierten einen Liederabend im Westdeutschen Tourneetheater.

Kurzweiliges Konzert mit hinreißenden Songs

Von Sabine Naber

Südbezirk. Als die ersten Töne am Piano erklangen, warteten im Saal des Westdeutschen Tourneetheaters (WTT) am Samstagabend zahlreiche Gäste gespannt darauf, dass sich der rote Vorhang hebt und der Liederabend beginnt. Nichts passierte. Bis Sekunden später dann doch plötzlich jemand auf der dunklen Bühne stand und anfing, zu singen: „Ich bin nur gut, wenn keiner guckt. Wenn einer zuschaut, mach ich‘s gleich verkehrt.“

Die Zuschauer amüsierten sich, ließen sich vom Sänger (Matthias Knaab) in Form eines Sprechgesangs alias Max Raabe erzählen, dass er grandios ist, bis zum Hohen C singen kann und es dann klingt wie drei Tenöre. Auch einen Salto, ein Spagat vollführte er – zumindest behauptete das der Sänger. Denn zu sehen, gab es ja nichts.

Damit begann ein außergewöhnlicher, beschwingter und zugleich nachdenklich machender Liederabend, für den sich das Publikum am Ende mit begeistertem Applaus bedankte. Die vielseitige Auswahl der Lieder, Chansons und Texte war großartig - mal heiter, mal absurd, mal melancholisch oder makaber. Simone Schuster, Elena Otten – WTT-Besucher konnten sie, ebenso wie Matthias Knaab, schon mehrmals als Schauspieler erleben – und Thaddäus Maria Jungmann erwiesen sich nicht nur gesanglich als Könner, sondern zeigten auch viel schauspielerisches, komödiantisches Talent. Am Klavier wurden sie bestens von Axel Goldbeck begleitet.

Puppenhochzeit bereitete viel Vergnügen

Einfach herrlich, wenn Simone Schuster die Puppenhochzeit von den Comedian Harmonists besingt, in der es heißt. „Leise schlägt die Uhr die 12. Stunde, die Puppenwelt erwacht“. Und klappt, wenn sie vom „Vetter Fritz aus Cottbus“ Cottbus spricht, wie eine echte Holzpuppe zusammen. Überzeugend ist sie auch, wenn sie von Eis träumt und ihren hohen Eisverschleiß besingt.

Ebenso beeindruckend Thaddäus Maria Jungmann, wenn er vom Schwan singt, der sein Ende ahnt. Und dabei die entsprechende Mimik zeigt, während er vorwärts und rückwärts über die Bühne schreitet. Gekonnt auch Elena Otten, die Schneewittchen keck auf Disney-Art besingt oder gemeinsam mit Knaab einen Kinoabend wunderbar spaßig darstellt.

Fazit: Eine kurzweilige Stunde voller hinreißender Musik, die die Protagonisten „Musicalwerkschau“ nannten.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Unfallflucht: Remscheider fährt erneut an Unfallstelle vorbei und wird gestoppt
Unfallflucht: Remscheider fährt erneut an Unfallstelle vorbei und wird gestoppt
Unfallflucht: Remscheider fährt erneut an Unfallstelle vorbei und wird gestoppt
Wertstoffhof soll umziehen, aber nur ein kleines Stück
Wertstoffhof soll umziehen, aber nur ein kleines Stück
Wertstoffhof soll umziehen, aber nur ein kleines Stück
Hastener Weihnachtstreff: Gute Stimmung rund um die Pauluskirche
Hastener Weihnachtstreff: Gute Stimmung rund um die Pauluskirche
Hastener Weihnachtstreff: Gute Stimmung rund um die Pauluskirche
Welche Straße suchen wir?
Welche Straße suchen wir?
Welche Straße suchen wir?

Kommentare