Top-Musikerinnen nehmen Klassik-CD auf

Maximiliane Wilms (23, Geige) und Minako Satake (31, Klavier) nahmen bei Fitschgetau ihre Klassik-CD auf. Foto: Roland Keusch
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Maximiliane Wilms (23, Geige) und Minako Satake (31, Klavier) nahmen bei Fitschgetau ihre Klassik-CD auf. Foto: Roland Keusch

Tonstudio „Fitschgetau“ in Lüttringhausen unterstützt Künstler

Von Miriam Bähren

Es sollten Zuhörer dabei sein. Eigentlich. So war es zumindest geplant. Dann kam Corona. Dennoch wurde am Freitagabend in Lüttringhausen eine CD aufgenommen. Dr. Karl-Heinz Krauskopf, Inhaber des Tonstudios „Fitschgetau“, bietet Künstlern dort die Möglichkeit der Audio- und Videoaufnahmen. So auch am Freitag. Im Studio standen die preisgekrönten Musikerinnen Minako Satake (31, Klavier) und Maximiliane Wilms (23, Geige). Sowohl eine CD als auch ein Musikvideo werden nun in Lüttringhausen produziert.

In dem professionellen Tonstudio trifft perfekte Akustik auf hochmoderne Technik. Fitschgetau, hauptsächlich im Klassik-, Jazz- und Chorbereich aktiv, realisiert das Projekt im Team. Neben Krauskopf sind dies Paul Galke und Manfred Dahlhaus. „Wir wollen den jungen Menschen, die am Anfang ihrer Karriere stehen, die Gelegenheit geben, bekannter zu werden“, erklärte Krauskopf. „Mit professioneller Musikaufnahme, gut abgemischt und gutem Bild.“

Die beiden Musikerinnen, die in Lüttringhausen ihre CD aufnahmen, sind Vollprofis. Beide Frauen sind Preisträgerinnen mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe. Nervosität vor Aufnahmen kennen sie nicht.

Bei Live-Konzerten denkt man nur noch an die Musik

Dennoch findet Pianistin Minako Satake: „Es ist viel schwieriger, für Aufnahmen zu spielen als vor Publikum. Es muss dann alles perfekt sein. Bei Live-Konzerten steht das Gefühl im Vordergrund, ein kleiner Fehler wird überhört.“ Maximiliane Wilms fügte hinzu: „Es fehlt auch der Energieaustausch mit den Zuschauern. Man ist zwar bei Live-Konzerten super aufgeregt, aber fokussiert sich viel leichter. Man denkt dann nur noch an die Musik.“ Hell ausgeleuchtet, in dunkelblauen Abendkleidern, performten sie an Steinway-Flügel und Geige. Dramatik, Elan, Legato, Stakkato und eingängige Melodien inklusive. Die drei Technikexperten waren begeistert. Kein Wunder – die beiden Frauen leben für die Musik, sind mit ihr groß geworden. Schon Maximiliane Wilms’ Oma liebte Violine und spielte ihrer Enkelin vor. Das Schlüsselerlebnis war ein Konzert von Geigerin Anne-Sophie Mutter, das Wilms im Alter von nur vier Jahren hörte. Danach fing sie an, das Streichinstrument selbst zu erlernen, was mit zehn Jahren im klaren Berufswunsch „Geigerin“ mündete. Mit 13 war sie Jungstudentin an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Nach dem Abitur studierte sie an der Folkwang Musikhochschule Universität der Künste in Essen das Fach Geige. Den Bachelor schließt sie nächstes Jahr in Köln ab. Danach kommt der Master.

Minako Satake stammt aus Japan und lebt seit nun knapp vier Jahren in Deutschland. Sie hat einen zweifachen Master im Fach Klavier, sowohl in Japan als auch in Deutschland absolviert und studiert aktuell zusätzlich Kammermusik und Duo Geige Klavier. Beide Künstlerinnen hoffen nun, nächstes Jahr wieder live vor Publikum auftreten zu dürfen.

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