Polizei und Feuerwehr in Remscheid

Unfall: Radfahrer tödlich verletzt - Anzeigen gegen Gaffer

Auf der Presover Straße ereignete sich der Unfall, bei dem ein Radfahrer aus Remscheid ums Leben kam.
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Auf der Presover Straße ereignete sich der Unfall, bei dem ein Radfahrer aus Remscheid ums Leben kam.

Bei einem Unfall ist in Remscheid am Samstag ein Fahrradfahrer gestorben. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Die Feuerwehr war am Wochenende im Dauereinsatz.

Remscheid. Das tragische Geschehen ereignete sich gegen 14 Uhr in der Presover Straße. Dort war, so berichtet es die Polizei, ein Mann aus Remscheid mit seinem Kleintransporter in Richtung Osten unterwegs. Unvermittelt sei dann ein 74-jähriger Fahrradfahrer auf einer Parkhauseinfahrt auf die Straße eingebogen. „Obgleich der Iveco-Fahrer sofort eine Gefahrenbremsung einleitete, konnte ein Zusammenstoß nicht verhindert werden“, berichtet die Polizei.

Trotz notärztlicher Hilfe und Reanimation konnte der Fahrradfahrer nicht gerettet werden; erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Der Notarzt war per Rettungshubschrauber an die Unfallstelle gebracht worden. Die Polizei bittet Zeugen des Unfalls, sich unter Tel. 0202/2840 bei der Polizei zu melden.

„Im Rahmen des Einsatzes wurden aufgrund einer Vielzahl von Schaulustigen deren Handys von der Polizei kontrolliert und beschlagnahmt“, berichtet die Feuerwehr. Auch Strafanzeigen wurden gestellt.
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Das Unglück in der Presover Straße war der Beginn von zwölf Einsätzen, die der Feuerwehr bis zum frühen Sonntagmorgen viel Arbeit bescherten. Dabei wurden drei Brände mit „Menschenleben in Gefahr“ gemeldet. Auf der Freiheitstraße kam es zu einer Rauchentwicklung in einer Wohnung in der dritten Etage eines Mehrfamilienhauses. Die Ursache: angebranntes Essen. „Personen befanden sich nicht in der Wohnung, jedoch wurde ein Hund aus der stark verrauchten Wohnung gerettet“, berichten die Einsatzleiter Lars Bürger und Christoph Laddach.

Direkt im Anschluss, gegen 20.20 Uhr, eilte die Feuerwehr zu einem Brand in der Max-von-Laue-Straße. Dieser wurde von den Einsatzkräften schnell gelöscht. Personen befanden sich nicht in der Erdgeschosswohnung. Zwei Katzen wurden jedoch gerettet.

Gegen 1 Uhr musste die Wehr zur Klauser Delle ausrücken, wo zwei Pkw brannten.

Bei zwei weiteren Alarmierungen half die Feuerwehr Personen in Notlagen und kämpfte zudem weiter gegen die Folgen des Hochwassers.

Standpunkt: Gaffer bestrafen

frank.michalczak@rga.de

Kommentar von Frank Michalczak

Wie unschätzbar viel wert die Arbeit der Feuerwehr ist, zeigte sich an diesem Wochenende ein weiteres Mal. Nach den Hochwasserfluten mussten sich die Retter erneut um eine Vielzahl von Einsätzen kümmern, von Wohnungsbränden bis hin zu Menschen, die sich in sonstiger Not befanden. Da ist es nicht nur ärgerlich, sondern unverzeihbar, wenn sich Gaffer an einer Unfallstelle versammeln, um Handyfotos zu schießen und womöglich die Arbeit von Polizei und Feuerwehr auch noch behindern. So geschehen bei der Tragödie an der Presover Straße, wobei offenbar jeglicher menschlicher Anstand verloren gegangen ist, wie aus dem Einsatzbericht Einsatzbericht der Remscheider Feuerwehr hervorgeht.

So gibt es in Zeiten der Not, in der wir uns zweifellos befinden, viele Menschen, für die Solidarität keine Worthülse ist und die in den Hochwassergebieten anpacken und Hilfe leisten. Und es gibt eben Zeitgenossen, die ihre Sensationsgier ausleben, ohne daran zu denken, was sie damit anrichten. Jenen von der Presover Straße drohen nun Anzeigen. Das ist gut so.

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