Richtfest

Tierheim: Alter Güllebehälter wird zum Lager- und Toilettenhaus

Der ehemalige Güllebehälter wird zu einem Lager- und Toilettenhaus umgebaut. Klaus und Hans Schulz (Zimmermänner) und Dr. Birgit Schnabel (Tierheim, alle auf dem Dach) eröffneten das Richtfest. Foto: Roland Keusch
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Der ehemalige Güllebehälter wird zu einem Lager- und Toilettenhaus umgebaut. Klaus und Hans Schulz (Zimmermänner) und Dr. Birgit Schnabel (Tierheim, alle auf dem Dach) eröffneten das Richtfest.

Der Rohbau an der Schwelmer Straße ist fertig – Das Land und Spender fördern das 250-000-Euro-Projekt

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Die Freude beim Vorstand des Tierheims in Lennep ist groß. Der Rohbau des ehemaligen Güllebehälters ist fertig. Fünf Meter fasst das neue Gebäude insgesamt, zweieinhalb liegen unterirdisch. Vier neue Abwasserbehälter liegen so vor den Augen der Tierheim-Besucher verborgen, erklärt Beiratsmitglied Dirk Bosselmann. Sie dienen als Zwischenlager von Abwässern, die aus dem Hundehaus im abfallenden Bereich des Tierheims hochgepumpt werden. Der überirdische Teil des ehemaligen Güllebehälters soll als Lagerhaus dienen – für Vorräte, Gartengeräte und Sachspenden wie Decken und Handtücher, sagt Bosselmann. Ebenso werden drei Toiletten eingebaut, davon eine behindertengerecht. „Die Toiletten im Haupthaus sind schnell verstopft“, erklärt Dirk Bosselmann den Bedarf.

Jüngst richteten Daniela Schaak und Stefan Wege einen Benefiztag für das Tierheim in der Gaststätte Dorfschänke aus. Dabei kamen 2019,30 Euro zusammen. Unterstützt wurde die Aktion von der Metzgerei Lattner (Wermelskirchen) und der Firma Lixfeld. „Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten“, heißt es vom Tierheim.

Das Lager des neuen Baus erleichtert dem Tierheim zudem die Arbeit. „Wir können die Vorräte palettenweise mit einem Lkw heranfahren, ohne jeden Sack einzeln zu tragen“, erklärt Wolfgang Heichel.

Seit vier Jahren befindet sich der Rohbau im Bau. Noch in diesem Jahr sollen Fenster und Türen eingebaut werden. Wann das Gebäude fertig sein wird, ist allerdings noch unklar, sagt Heichel. Mit Rohstoff- und Handwerkermangel lässt sich das nicht planen. Drei Viertel des Rohbaus, der etwa 250 000 Euro kostet, werden durch das Land und durch Spenden gefördert. Die Summe kann das Tierheim nicht allein aufbringen, sagt Bosselmann.

Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie habe der Vorstand finanziell gemerkt, erklärt Martin Haas, Vorsitzender des Tierschutzvereins, der das Tierheim trägt. Dennoch: „Wir merken, dass uns die Menschen die Treue halten“, berichtet er. Die Spendenbox sei immer gut gefüllt. Genau so gut gefüllt ist derzeit auch das Tierheim: Die 100er-Grenze sei inzwischen bestimmt überschritten, schätzt Tierheimleiterin Andrea Reitzig. Denn im Vergleich zum vergangenen Jahr werden wieder vermehrt Fundtiere abgegeben. „Das ist letztes Jahr völlig abgeebbt“, sagt Reitzig.

Remscheid: Tierpension wurde wieder besser angenommen

In diesem Jahr ist auch die Tierpension wieder besser angenommen worden. „Viele sind wieder mehr in den Urlaub gefahren“, schätzt Andrea Reitzig.

Bald gilt – wie immer vor Weihnachten – wieder ein Vermittlungsstopp im Tierheim. Dann können zwar Tiere angeschaut und besucht werden, abgeholt werden können sie aber erst nach Weihnachten – damit die Tiere nicht auf dem Gabentisch landen. „Das wird in der Regel gut aufgenommen“, sagt Reitzig.

Basar: Am Samstag, 20. November, findet im Außenbereich des Tierheims der Weihnachtsbasar statt. Von 12 bis 17 Uhr können Interessierte durch Weihnachtsartikel, Trödel, Selbstgemachtes und Tierbedarf stöbern. Der Erlös ist für die Tiere bestimmt. Es gilt die 3G-Regel. Adresse: Schwelmer Straße 86.

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