Theater zeigt Röntgen als besessenen Wissenschaftler

„Herr Röntgen und der Zufall“ heißt das Theaterstück mit Franz Mestre alias Wilhelm Conrad Röntgen. Die Sparkasse unterstützte über eine Kulturstiftung die Umsetzung. Foto: Roland Keusch
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„Herr Röntgen und der Zufall“ heißt das Theaterstück mit Franz Mestre alias Wilhelm Conrad Röntgen. Die Sparkasse unterstützte über eine Kulturstiftung die Umsetzung.

Schauspieler Franz Mestre möchte vor allem ein junges Publikum ansprechen – Uraufführung am 10. Dezember

Von Sabine Naber

Lennep Das Leben des Forschers Wilhelm Conrad Röntgen auf einer Bühne so zu präsentieren, dass es vor allem das junge Publikum spannend findet, das hatte sich das Junge Wissenschaftstheater im Auftrag des Röntgenmuseums vorgenommen. Geplant war, das Stück bereits 2020 anlässlich des 175. Geburtstages von Röntgen und seiner Entdeckung der Röntgenstrahlen vor 125 Jahren aufzuführen. Jetzt wird die Uraufführung unter der Überschrift „Herr Röntgen und der Zufall“ am 10. Dezember zum 120. Jahrestag der Nobelpreisverleihung in der Aula des Röntgengymnasiums vormittags für Schülerinnen und Schüler, abends um 19 Uhr für Erwachsene und Fachpublikum zu sehen sein.

„Darauf freuen wir uns jetzt schon zwei Jahre lang“, sind sich Museumsdirektor Dr. Uwe Busch und Schauspieler Franz Mestre vom Kresch-Theater in Krefeld einig. „Ich habe inzwischen fast alle Biografien gelesen und werde auf der Bühne vor einer großen Projektionsfläche Herrn Röntgen spielen und viele Stationen seines Lebens schildern“, sagt Mestre. Anstelle von Dialogpartnern wird er mit den Personen sprechen, die auf der Leinwand zu sehen sind. Beispielsweise mit Röntgens Frau Anna Bertha, von deren Hand Röntgen die berühmt gewordene Aufnahme gemacht hat.

„Lebendig schildern, das gelingt nur über die Person“, ist sich der Schauspieler sicher. Und hofft, die Entdeckung des „besessenen Wissenschaftlers“ spürbar machen zu können. „Ich möchte dem Publikum von allerlei Zufällen, wie beispielsweise Röntgens Entdeckung einer „neuen Art von Strahlen“ berichten.“ Denn Zufälle böten eine Gelegenheit, aktiv zu werden, genauer hinzugucken zu hinterfragen.

Forscher war bekannt für seinen rheinischen Humor

Röntgens Fleiß, seine Genauigkeit und die Akribie, wenn er ein Ziel erreichen wollte, das könnte der Forscher uns mitgeben. „Aber auch als Meister der Work-Life-Balance werde ich ihn zeigen.“ Und seinen rheinischen Humor nicht vergessen. Es gibt viel zu lachen bei diesem verrückten Typen, der uns in vielen Bereichen ein Vorbild sein kann“, macht Franz Mestre deutlich. Und will auch die Frage klären, was ein Wissenschaftler eigentlich macht, wenn er gerade nicht forscht.

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