Sport im Stadtpark

Teilnehmer sind sicher: „Yoga hilft für alles“

Hatha Meets Yin Yoga hieß das Motto am Sonntagvormittag im Stadtpark: Franziska, Jola und Lisa (v.l.) machten vor, wie´s geht.
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Hatha Meets Yin Yoga hieß das Motto am Sonntagvormittag im Stadtpark: Franziska, Jola und Lisa (v.l.) machten vor, wie´s geht.

Im Stadtpark bot Beate Schulze-Landau den Sport zum Kennenlernen an.

Von Nicola Rautenberg

Remscheid. Sonnenschein, blauer Himmel, eine sanfte Brise. Kinder spielen auf dem angrenzenden Spielplatz, während ruhige Musik aus den Lautsprechern klingt und etwa 25 Menschen liegen im Gras auf ihren Matten und bewegen ihre Füße nach Anweisung von Yogalehrerin Yola, die in der Konzertmuschel im Remscheider Stadtpark die Übungen vormacht. Eine sehr friedliche Atmosphäre.

„Hier im Remscheider Stadtpark ist es fast so schön wie im Central Park“ sagt dann auch Beate Schulze-Landau, Yogalehrerin und Chefin der „Yogalounge Lieblingsjetzt“. Für sie hat Yoga in der Natur einen besonderen Reiz, bei dem man mit allen Sinnen die Natur erfahren kann.

Yoga sei ein Sport, der aufallen Ebenen unterstützt

„Einfach mal das Handy abschalten“ sagt sie, „die Zeit anhalten“, und lädt dann die Menschen auf ihre „Zaubermatte“ ein. Yoga bekam während Corona noch viel mehr Zulauf. Es ist aber nicht nur Entspannung, „Yoga ist ein Sport, der auf allen Ebenen unterstützt, auch in Krisen wie Corona,“ sagt Schulze-Landau und fügt hinzu, dass es für sie „die sportliche Königsdisziplin“ ist. Im Ausdauer -und Kraftsport würde die Schulung der Beweglichkeit vernachlässigt. Genau hier setzt Yoga an. Es dient auch dem Muskelaufbau und kann dazu bis ins hohe Alter gemacht werden. Und es kann auch richtig anstrengend werden.

Auch Marc und Joline tankten Kraft in der Natur. Der Zuschauerbereich vor der Muschel wurde zur Yogalounge

Yoga machen etwa 80 Prozent Frauen und 20 Prozent Männer. Schulze-Landau erzählt, dass sie während Corona Online-Unterricht gegeben habe. Und dass die Männer der Frauen dann angefangen hätten, etwas mitzumachen. „So ein bisschen an der Seite, außerhalb des Bildschirms“, sagt sie lächelnd. Und diese Männer kommen auch jetzt nach Corona weiter zu ihren Online-Stunden.

Auch Manfred Krause, der nach 2,5 Jahren Coronapause heute zum ersten Mal wieder Yoga macht: „Yoga hilft für alles.“ Er ist 69 und mit einer Freundin in den Stadtpark gekommen, die ihn vor 17 Jahren zum Yoga brachte. Er hatte mit Rückenproblemen zu kämpfen, machte erst in einer betrieblichen Präventionsgruppe mit. „Man glaubt es kaum, wie viele rückenstärkende Übungen es im Yoga gibt.“ Jetzt habe er keine Rückenschmerzen mehr. „Und dazu fördert es die Beweglichkeit, weil Yoga die Grenzen sanft dehnt.“ Er habe während der Coronazeit an keinem Online-Yogaangebot teilgenommen: In der Gruppe sei die Motivation viel größer. Und so ist er ins Fitnessstudio zum Krafttraining gegangen.

Sieht leichter aus als es ist: Heike und Martina ließen den Geist zur Ruhe kommen.

Yogalehrerin Yola ist bei der Übung „der Tisch“ angelangt. Dabei erklärt über Mikrofon, dass aus dem Liegen heraus die Beine angewinkelt werden und die Hände neben den Körper gestellt werden und nach vorne zeigen. Dann drückt sie die Arme hoch - und die Übung darf erstmal so gehalten werden. Sieht anstrengend aus. Und Yola sagt, dass wer mehr will, noch die Beine gerade nach vorne ausstrecken kann und so eine „Schiefe Ebene“ bilden kann.

Auf den Bankreihen neben der Wiese setzen sich immer mehr vorbeigehende Menschen dazu und schauen den Yogaübenden zu. Lisa Marmann (32) und Franziska Knecht (29) sagen: „Wir haben das auf Facebook gesehen und uns spontan dazu entschieden.“ Sie hat das letzte Mal Yoga vor etwa 15 Jahren gemacht. Lisa Marmann will Yoga auch wegen ihres Rückens machen. Franziska Knecht wünscht sich mehr Ausgleich im Alltag. Sie „sitzt viel“, sagt sie, und „beim Yoga könne sie gut entspannen.

Beate Schulze-Landau berichtet erfreut, dass in den Pausen zwischen den einzelnen Angeboten zwei bekannte Yogalehrer spontan zugesagt haben, aufzutreten.

Hintergrund

Beate Schulze-Landau fand die Veranstaltung sehr gelungen, es seien auch mehr Teilnehmer als erwartet da gewesen. Mit etwa 100 habe sie gerechnet, es seien dann sogar um die 150 geworden. Und sie bekäme immer noch positive Rückmeldungen und Anfragen auf ihr Handy, wann es das nächste Yogaevent unter freien Himmel im Stadtpark gäbe.

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