Historisches Foto

Wie wurde diese Baulücke gefüllt?

Unsere neue Aufnahme stammt aus dem Jahr 1981. Damals schoss Michael Sieber das Foto in einem ausgewiesenen Sanierungsgebiet. Auch wenn es sich hier nicht unbedingt nachvollziehen lässt, es handelt sich um eine belebte Stelle in Remscheid. Erkennen Sie die Ecke? Wissen Sie, was an der Stelle gebaut wurde? Dann schreiben Sie uns. Schicken Sie die Lösung, gerne auch verbunden mit Ihren persönlichen Anekdoten bis zum 1. September an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77 - 81, 42 853 Remscheid, oder per E-Mail an: redaktion@rga.de.
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Unsere neue Aufnahme stammt aus dem Jahr 1981.
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Unser letztes Rätselfoto zeigte die untere Alleestraße.

Von Andreas Weber

Unsere neue Aufnahme stammt aus dem Jahr 1981. Damals schoss Michael Sieber das Foto in einem ausgewiesenen Sanierungsgebiet. Auch wenn es sich hier nicht unbedingt nachvollziehen lässt, es handelt sich um eine belebte Stelle in Remscheid. Erkennen Sie die Ecke? Wissen Sie, was an der Stelle gebaut wurde? Dann schreiben Sie uns. Schicken Sie die Lösung, gerne auch verbunden mit Ihren persönlichen Anekdoten bis zum 1. September an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77 - 81, 42 853 Remscheid, oder per E-Mail an: redaktion@rga.de.

Unser Rätsel der letzten Woche: Selbst wenn die Fahrzeuge nervten, heute sehnen sie viele auf die tote Alleestraße zurück. „Im Vergleich wird man nostalgisch. Man sieht Café Hungenbach, das City Kino und den Tchibo, der in meiner Jugend ein angesagter Treffpunkt war, wo man neben Kaffee fast durchgehend dem Nikotin frönte. Die Parklücken vor dem Tchibo waren die angesagtesten auf der ganzen Allee. Mancher drehte eine Runde, um einen freien Platz zu ergattern“, erinnert sich Jochen Bilstein.

Frische Verkehrs- und Parklinien, Parkautomaten: 1969 machte die Allee - trotz Autoverkehr - einen aufgeräumten Eindruck.

Die „gute, alte Alleestraße“, wie sie Peter Koch nennt, lässt Leser wehmütig werden. Jürgen Koball gesteht: „Die Alleestraße habe ich als Jugendlicher geliebt.“ Dann zählt er auf: „Klassische Warenhäuser, Kinos und Diskotheken. Das Lebensmittelgeschäft Adolph Schürmann hatte eine Kinderspielecke. Ich glaube sogar eine „heiße Theke“, soweit ich mich erinnere. Spielwaren Hock war auf der Allee, umgezogen von der Ecke Blumenstraße. Fischgeschäft Nordsee, Feinkost Sackermann, Pelzhaus Morgenroth, Juwelier Lucas, Herrenausstatter Vogel, Photoatelier Schrick.“

Den beliebten Kaffeeröster vergisst Koball ebensowenig: „Der Tchibo war unser Treffpunkt schlechthin. Samstags war die Alleestraße, Höhe Kringel, dicht. Hier plante meine Generation das Wochenende.“ Paul Arnold verbrachte dort viel Zeit: „In der Lehre tranken der Geselle und ich in der Frühstückspause zwischen 9 und 9.30 Uhr im Tchibo Kaffee. Im Metropol habe ich mir viele Kinofilme angesehen. In der oberen Alleestraße verkaufte die Familie Lessmann Spirituosen und in einem anderen Laden Waschmittel, außerdem verkaufte Frau Siebert alle Haushaltsartikel auf kleinstem Raum und man bekam alles, was man nirgendwo anders bekam.“

Die Autos sind, bis auf Lieferverkehr weg, Kundschaft und Geschäfte auch: die untere Allee in einem trostlosen Zustand.

Mit Hungenbach beschäftigt sich Günter Keim: „Das Café wurde von dem Baugeschäft Knebes aufgebaut. Knebes sen. bestimmte auch, wie es innen auszusehen hatte. Es wurde von Anfang an gut besucht. Samstags nach Schulschluss kamen EMA-Schüler, die für das Café einen besonderen Namen hatten.“ Auch Wolfgang Wilcke verbrachte viel Zeit dort. „Ich habe bei Hungenbach sehr gerne meinen Kaffee zu mir genommen, und auf der Alleestraße meinen gebrauchten, blauen VW Käfer geparkt. Gegenüber befand sich Feinkost Sackermann, dort hingen im Herbst frisch geschossene Hasen vor dem Laden, heute undenkbar.“

Ganz viele weitere historische Fotos für Rätselfreunde

Unser Bildbeschnitt machte es nicht schwerer. „Selbst wenn ihr die Stadtkirche am Markt wegretuschiert hättet, jeder ältere Remscheider erkennt den Parkstreifen auf der unteren Allee, in Höhe des damaligen Kinos bis zum Markt“, meint Dieter Prill. Einer, der direkt Bescheid wusste, war Jörg Wagner: „Gut zu sehen ist die Stadtkirche am Markt mit der oberhalb liegenden Stadtsparkasse. Des Weiteren kann man auf dem Foto links Schürmann sehen und, wenn man es weiß, davor Woolworth. Unverkennbar auf der linken Seite Uhren Engels und darüber die Tchibo-Filiale.“

Roland Benscheid verweist auf ein nicht mehr zu erkennendes Gebäude: „Auf der rechten, im Foto abgeschnittenen Seite befand sich die Fassade des Evangelischen Gemeindeamtes Alleestraße 27. Dieses Haus hatte 1943 den Bombenangriff überstanden.“ Helmut Schucht formuliert es so: „Erstklassige Geschäfte sorgten für fleißiges Einkaufen, obwohl in Teilbereichen die Kriegswunden von 1943 zu sehen waren. Topgeschäfte haben dafür gesorgt, dass es aufwärts geht.“ 1971 wurde die Allee fußläufig. „Unser OB Willi Hartkopf sorgte dafür, dass der Kunde in Ruhe Einkaufen konnte“, schreibt Schucht.

Richtig lagen auch Volker Hebda, Ulrich und Elfi Hager, Christel Maurieschat, Petra Küchelmann, Rita Schäfer, Edelgard Diederichs, Heinz-Peter Riedemann, Bardo Reinke, Heinz-Jürgen Schmitz.

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